Deshalb wird der Kampf gegen Corona noch viele Jahre dauern

Die häufigsten Symptome von Corona sind: Vereinsamung, Depression, Verarmung, Alkoholismus, Adipositas, Verblödung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wegen Sportmangel, Soziophobie, Paranoia, Infektionen wegen geschwächtem Immunsystem und Angststörungen. Es sind deutschlandweit rund 83 Millionen Menschen betroffen.

Die zweithäufigsten Symptome von Corona sind: Erkältungssymptome, Schnupfen, verstopfte Nase, Fieber, Gliederschmerzen, manchmal Durchfall, Störung von Sinnen sowie zahlreiche Folgeerkrankungen. Auch das Sterberisiko ist nicht zu vernachlässigen. In Deutschland gab es bisher knapp 1,8 Millionen infizierte. Rund 0,035 Millionen hiervon sind verstorben. 87% der verstorbenen (mit oder an Corona) waren über 70 Jahre alt.

Gegen die zweithäufigsten Symptome gibt es jetzt einen Impfstoff. Wenn wir uns gemeinsam das Ziel nehmen, das Virus zu besiegen und als „Herde immun werden“, dann können wir diese Symptome besiegen. Doch im Kampf gegen die erstgenannten und häufigeren Symptome sehe ich derzeit keinen Fortschritt. Im Gegenteil: Durch irrationale und nicht-nachvollziehbare Beschränkungen wächst die Verzweiflung der Regierten immer mehr. Viele haben das Gefühl, die Regierung hätte die Kontrolle verloren und handelt willkürlich. Selbst wenn wir irgendwann die „zweithäufigsten Symptome“ im Griff haben, so werden wir noch eine lange Zeit mit den Kollateralschäden zu kämpfen haben. Wie stark sich dies auf unsere Lebensqualität und die Wirtschaft auswirkt, ist derzeit noch nicht absehbar. Im Moment bleibt uns nur die Selbstverantwortung. Jede*r Betroffene kann in seinem Mikrokosmos das Beste daraus machen. Wer sich auf den Staat verlässt, wird verlieren. Die Politik interessiert sich nicht für unsere Gesundheit – was für die Machthaber zählt, ist nur das Virus.

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Diese Anlagefehler machen fast alle neureichen Avocado-Hippster

Jeder kennt diese neureichen Hippster-Typen, deren Eltern schon ein oder zwei mal geerbt haben oder mit ihrer Erstimmobilie einen krassen Kursgewinn einfuhren. Für diese Hippster war das Geld einfach immer da. Egal ob das neuste iPhone oder das 7-jährige Genderstudium: Selbst bezahlen musste der Hippster nie etwas. Die Eltern schwimmen im Geld und wissen ohnehin nicht, wohin damit.

Sie denken, sie seien schlauer als der Markt. Manche neulinken Hippster denken, sie könnten den Markt schlagen. Sie wühlen sich durch zahlreiche Einzeltitel und kaufen schlussendlich nur das, was Hippster immer kaufen. Irgendwas mit grüngewaschener Technik. Am Ende ist dann alles weg, weil sowas wie Wirecard gekauft wurde. Sie sind beratungsresistent und wissen alles besser. Fachwissen und Erfahrung schreckt sie ab.

Sie beginnen zu zocken. Überschlaue Kunststudenten mit Hang zum Risiko, beginnen gerne mal aktiv zu traden. Sie kaufen und verkaufen wild irgendwelche Werte (auch: Bitcoins etc.). Laut diversen Studien verlieren rund 99% aller Daytrader langfristig Geld. Aber der Hippster denkt, er sei was besonderes. Wenn er dann doch scheitert, dann ist der Kapitalismus schuld. Als Rache wählt er linksgrüne Parteien, damit alle anderen Menschen mit neuen Steuern ausgeraubt werden können.

Alles auf eine (grüne) Karte. Auch die „Generation Greta“ hat inzwischen Geld. Die heute 18-25 jährigen setzen gerne alles auf eine Karte. „Die eine Nonplusultra-Idee“ muss es sein. Und natürlich grün und nachhaltig soll sie sein. Durch das Greenwashing werden wesentliche Risiken ausgeblendet. Hauptsache es wird irgendwo ein Baum gerettet. Das Gefühl „dazu zu gehören“ und scheinbar „wohltäterisch“ tätig zu sein, reicht als Rendite vollkommen aus. Diversifikation und Effizienz halten sie für Nazibegriffe.

Der Hauptfehler, den grünpopulistische Hippster bei ihrer Geldanlage machen ist, dass sie nichts machen. Banken vertrauen sie generell nicht, der Kapitalismus ist sehr böse und Geld ist ja irgendwie immer da. Warum soll man dann überhaupt investieren? Die verwöhnte Nacherbengeneration hat es nie gelernt, für schlechte Zeiten zu sorgen. Und wenn diese dann doch mal kommen, dann soll der Muttistaat einspringen. Hierzu sollen dann alle enteignet werden, die Geld haben.

Zugegeben, dieser Artikel ist zugespitzt und populistisch. Sorry, aber womöglich ist ein bisschen was wahres dran?

Es geht nicht um #86cent

Man stelle sich vor, man hätte ein Pay-TV, das 17,50 Euro monatlich kostet und unkündbar ist. Zu allem Überdruss soll der Preis nun um 86 Cent erhöht werden.

Dieses Pay-TV sendet überwiegend staatstreue Propaganda und wirbt pausenlos für eine neusozialistische Ideologie. Loyale Mitläufer werden befördert, kritische Stimmen ausselektiert. Wir alle werden gezwungen, für dieses Pay-TV zu bezahlen. Völlig egal, ob wir das wollen, oder nicht. Wer dagegen ist, wird automatisch als „Nazi“ beschimpft. Auch hört man öfters, „sei nicht so geizig, es geht doch nur um 86 Cent“. In Wahrheit geht es nicht um diese 86 Cent; es geht ums Prinzip. Es geht darum, dass viele freie Menschen nicht per Zwang für einen neusozialistischen Führerkult bezahlen wollen. Wäre das Programm gut, dann würde es sich an einem freien Markt gegen seine Marktbegleiter durchsetzen. Es muss aber extrem krass schlecht sein, sonst bedürfte es keinem Zwang. Die öffentlich-rechtliche Staatzi-Propaganda ist ein Relikt aus sozialistischen Träumen: Die Kommunisten wollen uns zwingen, ein Produkt zu kaufen, dessen Preis vom Zentralregime festgelegt wird. Bei den Rundfunkgebühren ist es aber wie immer: Sozialismus funktioniert nicht und ist tödlich. Das gilt übrigens nicht nur für den internationalen Sozialismus sondern auch für den nationalen. Es geht nicht um die verdammten 86 Cent, sondern um unsere Freiheit. Die Rundfunkgebühren sind ein weiterer Beleg für die Dreistigkeit unserer Machthaber.

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Nüchtern betrachtet ist es gut, dass es keine Zinsen mehr gibt

Ich kann das Gejammere der neureichen Mittelschicht nicht mehr hören. „Ohje es gibt keine Zinsen mehr, ich bin das Opfer der Geldpolitik“. Scheinbar pausenlos kritisieren diese ewig gestrigen die neue Zinslosigkeit. Diese Situation hat aber auch Vorteile.

Zinsen sind nicht sozial gerecht. Wenn ich von Zinsen schreibe, dann meine ich natürlich nur den risikolosen Bestandteil. Ist es sozial gerecht, wenn Besitzer großer Geldvermögen ein bedingungsloses Einkommen bekommen, während nicht-privilegierte dafür arbeiten müssen? Geldbesitzer würden dafür vergütet werden, wenn sie ihr Geld nicht in die Gesellschaft investieren. Die Zinslosigkeit macht das Horten von Geld unattraktiv. Niemand bekommt mehr ein bedingungsloses Grundeinkommen, nur weil er z.B. geerbt hat. Ohne Wagnis, kein Kapitaleinkommen und das ist auch gut so.

Die Immobilienpreise sind gestiegen. Es gibt sehr viele (alte) Menschen, oft Witwen, mit kleiner Rente aber abezahlter Immobilie. Diese Menschen haben vielmals ein Liquiditätsproblem. Zudem ist das Haus inzwischen viel zu groß und macht zu viel Arbeit. Durch den Preisboom kann der Eigentümer aber jetzt lukrativ verkaufen und so zu einem Vermögen kommen. Die Lebensqualität im letzten Lebensabschnitt steigt hierdurch spürbar. Auch kamen durch die Preisblase viele „Boomer“ an große Geldbeträge, nachdem sie ihre Erstimmobilie oder eine geerbtes Objekt verkaufen konnten.

Banken brauchen den Strukturwandel. Als es noch Zinsen gab, haben sich die Banken eine goldene Nase verdient. Im Kredit- aber auch im Einlagengeschäft gab es stets auskömmliche Margen. Weil diese Einnahmequelle nun weggebrochen ist, sind viele Banken zu einem Strukturwandel gezwungen. Die Zinslosigkeit führt zu mehr Digitalisierung und Weiterentwicklung der teilweise sehr eingestaubten Geschäftsmodelle. Auch sprießen immer mehr Fintechs oder sowas wie Kryptowährungen aus der Erde.

Gesellschaftliche Teilhabe. Durch die Zinslosigkeit müssen sich Anleger an Unternehmen beteiligen, um Kursgewinne und Dividenden zu bekommen. Hierdurch erhalten die Sparer (oder die Fonds, die sie kaufen) auch die Möglichkeit, auf den Hauptversammlungen ein Stimmrecht auszuüben. Aktionäre können, anders als Kreditgeber, mitbestimmen. Inzwischen hat auch der letzte Honk begriffen, dass er für den langfristigen Vermögensaufbau auch Aktien braucht. Wenn immer mehr Teile der Bevölkerung an den Unternehmen beteiligt sind und dort mitbestimmen dürfen, dann kann dies insgesamt zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe führen. Manche Fonds werben sogar mit dem Begriff „Impact“ damit, dass sie ihr Stimmrecht besonders für das Thema „Nachhaltigkeit“ ausüben möchten.

Risikolose Zinsen sind ein Relikt aus vergangener Zeit. Er belohnt die mutlosen fürs Nichtinvestieren. Klar, die Zinslosigkeit zwingt den ein oder anderen zum Handeln und Umdenken. Der ein oder andere genießt es aber auch, ständig zu jammern und das Opfer zu spielen. Eins noch: Ich halte die aktuelle Geldpolitik (auch: Schuldenpolitik) in großen Teilen für schädlich. Dies ändert aber nichts daran, dass es vielen von uns ohne Zinsen besser geht.

Klar, meine Meinung ist kontrovers. Daher freue ich mich über viele Kommentare!

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Finanz-Mythen Teil 2: „Banken verleihen eigenes Geld“

Tatsächlich glauben noch immer viele Menschen, Banken würden eigenes Geld verleihen. Bei „Kredithaien“ oder auch privaten Darlehensgebern ist das durchaus so: Sie verleihen ihr eigenes Geld. Aber Banken tun das nicht.

Vergibt eine Bank einen Kredit, dann sind das schlussendlich zwei Buchungen: Soll und Haben. Man nennt das Geldschöpfung. Hierbei investiert die Bank noch kein Eigenkapital, sondern sie erzeugt neues Geld. Bezahlt der Kreditnehmer den Kredit mit allen Zinsen zurück, dann erhöht der Zinsüberschuss, aber nicht die Tilgung, das Eigenkapital der Bank. Geht der Kreditnehmer pleite und der Kredit wird abgeschrieben, dann reduziert sich das Eigenkapital der Bank um den gesamten Kreditbetrag. Die Bank kann also wesentlich mehr verlieren, als sie gewinnen kann. Daher prüfen Banken stets sehr genau, ob ein potenzieller Kreditnehmer den Kredit auch tilgen kann.

Nun könnte man sich denken, Banken könnten unendlich Kredite an gute Kunden vergeben. Weil es Grenzen gibt, können sie das natürlich nicht. Jeder Kredit muss mit Eigenkapital unterlegt werden; kein Eigenkapital – kein Kredit. Auch muss die Liquidität der Bank sichergestellt sein. Die Bank darf, vereinfacht gesagt, nur dann neue Kredite herausgeben, wenn sie für die Sparerinnen und Sparer der Einlagenseite entsprechend liquide ist. In rechtsesoterischen Kreisen wird die Geldschöpfung per Kredit stark kritisiert. Diese Populisten vergessen aber immer, dass alle Abschreibungen auf die Kredite voll das Eigenkapital der Bank belasten. Zudem haben wir halt ein kreditgestütztes Geldsystem und es finden sich derzeit keine Mehrheiten für ein anderes System, weil es viele Machthaber viel zu mächtig macht.

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Leerverkäufe gehören zu einer funktionierenden Aktienkultur dazu

„gezielt gegen Unternehmen wetten“ – kann das moralisch richtig sein? Viele linksgrüne Journalisten, die nach dem 87. Semester Kunstgeschichte als unbezahlter Praktikant einer Tageszeitung mal einen Artikel schreiben dürfen, sehen Leerverkäufe sehr kritisch.

Bei Wirecard war es ein „Leerverkäufer“, der seit einiger Zeit sagte, dass es sich bei dieser Firma um ein „Fake“ handelt. Statt zu ermitteln, wurde der Leerverkäufer von der BaFin gerügt – wegen übler Nachrede oder so. Jetzt ist die badische Firma Grenke im Visier und wieder stehen Leerverkäufe am Pranger. Natürlich ist es ein Verbrechen, ein Gerücht über ein Unternehmen zu erfinden, um dann auf die Marktreaktion zu wetten. Das gilt aber in beide Richtungen: Bei steigenden und fallenden Kursen. Das Instrument des Leerverkaufes ist daran nicht schuld. In einem funktionierenden Markt, und sowas wollen linksgrüne Journalisten ja irgendwie nie, brauchen wir sogar Leerverkäufe – sie dienen der Preisbildung.

Und so funktioniert es: Man verkauft eine Aktie, die man nicht hat. Das ist wie wenn ein Tischler einen Tisch verkauft, den er dann erst noch bauen muss. Irgendwann muss man liefern und kauft sich die Aktie am Markt (hoffentlich billiger). Oder man leiht sich eine Aktie gegen Gebühr und verkauft sie dann. Sobald man die geliehene Aktie zurück geben muss, kauft man sie sich (auch hier wieder hoffentlich billiger) am Markt. Natürlich ist das nichts für Privatanleger, aber für große Anleger (Fonds, Vermögensverwalter etc.) sind diese Instrumente sinnvoll.

Die Meute sucht immer einen Schuldigen. Im Fall Wirecard waren es korrupte Manager. Dem Leerverkäufer müsste man eigentlich dankbar sein, denn er hat lange Zeit entscheidende Hinweise geliefert, die dann ignoriert wurden.

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Xetra-Gold und Co: Merkelregierung will Goldanleger mit Abgeltungsteuer belasten

Die Politik sucht und findet immer wieder neue Wege, um an das Geld seiner Steuerzahler zu kommen. Laut eines am 17.06.2020 veröffentlichten Entwurfs zum Jahressteuergesetzes 2020, soll es ab 2021 den Goldanlegern an den Kragen gehen.

Die Bundesregierung plant eine zusätzliche Belastung für Privatanleger, die ihr Geld in auf Edelmetallen basierten Wertpapieren anlegen. Betroffen wäre etwa die von einem Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Börse und Banken emittierte Schuldverschreibung Xetra-Gold, die den Anspruch der Anleger auf jederzeitige Lieferung von Goldbarren verbrieft und bisher als abgeltungsteuerfrei beworben wird.

Nach einigen Jahren widersprüchlicher Gerichtsurteile entschied der Bundesfinanzhof im Oktober 2015 (Az.: VIII R 4/15 und VIII R 35/14), dass Xetra-Goldanleihen einen börsengehandelten Rohstoff darstellen. Sie werden damit in steuerlicher Hinsicht genauso wie Münzen und Barren aus physischem Gold eingestuft. Damit unterliegen Veräußerungsgewinne nicht der Kapitalertragssteuer. Kursgewinne, die innerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist realisiert werden, unterliegen aber dem persönlichen Steuersatz.

Der Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold ist eigenen Angaben zufolge zum 30. Juni auf einen neuen Rekord von 221,7 Tonnen angestiegen. Das ist ein Plus von 18,5 Tonnen seit Jahresbeginn. Xetra-Gold ist natürlich nicht der einzige börsengehandelte Rohstoff, aber wahrscheinlich der bekannteste. Der Vorteil für Anleger liegt darin, dass sie relativ günstig in Gold investieren können. Im direkten Vergleich zu Münzen und Barren kauft man über die Schuldverschreibung meist zu besseren Preisen, muss aber darauf vertrauen, dass das mit der physischen Lieferung klappt.

Allein in Xetra-Gold stecken umgerechnet 11,3 Milliarden Euro. Die Höhe des gesamten Marktes für börsengehandelte Rohstoffe (auch: Silber, Platin, Palladium) ist mir nicht bekannt. Künftig will sich der Fiskus die Abgeltungsteuer, die Kirchensteuer und den Soli von den Kursgewinnen krallen – in Summe sind das rund 27%. So verdient der Staat künftig mit, wenn zum Beispiel der Euro zerbricht und Gold wertvoller wird. Die Neuregelung dürfte eine Flucht in Münzen und Barren auslösen. Was wird sich der Staat dann einfallen lassen, um die Sparer zu enteignen?

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Deshalb sind Banken quasi immer pleite

Viele Menschen glauben, Banken könnten eine Durststrecke ganz gut überstehen, denn sie hätten jahrzehntelang gut verdient. „Es müsste doch Rücklagen aus besseren Zeiten geben“, denkt der Volksmund. Diese Sichtweise ist populistisch, vereinfacht und grundlegend falsch.

Seit März beschäftigt uns nun schon die Corona-Krise. Werden diese paar Monate Krise unsere Banken aus der Bahn werfen? Und das nach 10 Jahren Aufschwung in der Volkswirtschaft und an den Börsen? Ja, sie werden, denn Banken sind quasi immer chronisch pleite. Profis wird das langweilen, aber wer das Märchen aus dem ersten Absatz ebenfalls glaubt, der sollte jetzt weiterlesen.

Banken haben (vereinfacht gesagt) Eigen- und Fremdkapital. Das Fremdkapital sind Kredite an Privat- und Firmenkunden. Das Eigenkapital wächst durch den Jahresüberschuss und schrumpft, wenn die Kreditausfälle die eingenommenen Kreditzinsen übersteigen. Eine Bank geht im Kreditgeschäft ein asymmetrisches Risiko ein: Sie kann alles verlieren, aber maximal nur die Marge aus dem Kreditzins verdienen. Ausfälle gehen zu Lasten des Eigenkapitals, Gewinne erhöhen es.

Banken haben noch weitere Einnahmen, die den Jahresüberschuss und somit schlussendlich auch das Eigenkapital erhöhen. Da war einmal (manche erinnern sich vielleicht) eine Marge im Passivgeschäft (Spareinlagen). Inzwischen gibt es noch Provisionseinnahmen aus Wertpapieren, Versicherungen oder Zahlungsverkehr. Die Provisionseinnahmen wurden mit Wegfall der Passivmarge enorm wichtig. Inzwischen legen Banken sogar drauf, wenn sie Einlagen annehmen und den Negativzins nicht weitergeben. Dies erhöht den Druck noch weiter; vor allem auf der Gebührenseite.

Damit eine Bank Kredite vergeben kann, benötigt sie Eigenkapital. Will eine Bank mehr Kredite vergeben, dann benötigt sie auch mehr Eigenkapital (das Verhältnis sollte zirka 90 zu 10 sein). Um mehr Eigenkapital zu bekommen, braucht sie einen Jahresüberschuss. Nun ist das Kreditvolumen in den letzten 10-20 Jahren stark gestiegen. Man überlege sich nur mal, was eine Immobilie damals im Vergleich zu heute kostet. Auch sind viele Firmenkunden, so wie die gesamte Wirtschaft, gewachsen und brauchen somit mehr Kredite für Investitionen.

Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital blieb immer gleich. Bei manchen Banken wuchsen die Ausleihungen sogar stärker im Vergleich zum Eigenkapital. Droht nun ein Kredit faul zu werden, dann muss er abgeschrieben (wertberichtigt) werden. Dies geht alles zu Lasten des Eigenkapitals. Drohen großflächige Ausfälle, dann kann so ein Eigenkapital empfindlich klein werden. Die Bank geriet dann in Schieflage – auch wenn sie jahrzehntelang einen Jahresüberschuss hatte.

Wächst das Kreditvolumen unserer Volkswirtschaft nur um ca. 3% pro Jahr, dann müssen Banken ihr Eigenkapital aus dem Profit um ebenfalls 3% erhöhen, sonst könnten sie die nachgefragten Kredite nicht mehr vergeben. Deshalb brauchen Banken einen Gewinn, sonst wächst der Markt an ihnen vorbei. Daher sind Banken quasi immer pleite – es gibt keine Rücklagen aus besseren Zeiten. Abhilfe schaffen sich die meisten durch eine gute Risikostrategie und umsichtige Kreditvergabe sowie ein starkes Provisionsgeschäft.

Fazit: Ja viele Banken konnten in den „goldenen Zeiten“ ihr Eigenkapital erhöhen. Die Ausleihungen wuchsen aber ebenso. Wollen Banken auch weiterhin ihre Kreditvergabe ausweiten, dann müssen sie Gewinne machen und ihr Eigenkapital fortlaufend erhöhen. Systemische Risiken (sog. „externer Schock), die mehrere Kreditnehmer betreffen, sorgen für großflächige Kreditausfällen, was das Eigenkapital abfedern muss. Wird es zu klein, dann muss die Bank ihr Eigenkapital woanders besorgen (z.B. beim Steuerzahler).

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Diese Gründe sprechen gegen eine staatlich geförderte Altersvorsorge

Altersvorsorge an sich macht vielen keinen Spaß. Wenn sie staatlich gefördert ist, dann hört sich das schon besser an. Insbesondere neulinke Kreise stehen ohnehin total drauf, wenn sich der Staat in ihr Leben einmischt. So auch bei der Altersvorsorge. Doch Vorsicht: Immer wenn der Staat etwas gibt, dann nimmt er auch wieder was.

Nachgelagerte Besteuerung: Egal ob Schicht 1 (Basisrente) oder Schicht 2 (Riester- und Betriebsrente), beide Wege werden nachgelagert besteuert. In der Schicht 2 fallen sogar noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Man versteuert also nicht nur den Kapitalertrag, sondern das komplette Geld, das irgendwann aus dem Vertrag kommt. In der Sparphase hat man den ein oder anderen Vorteil, aber in der Rentenphase langt der Staat zum dort gültigen Steuersatz kräftig hin. Wer kennt seinen Steuersatz in 20, 30 oder 40 Jahren? In diese Abhängigkeit würde ich mich niemals begeben. Vielleicht beschließt eine linksgrüne Regierung irgendwann einen 100%-Steuersatz – dann ist alles futsch.

Kapitalgarantie: Der typische Deutsche ist ein Angsthase. Lieber hat er Null Ertrag, kann aber nichts verlieren. Insbesondere bei der Riesterrente haben die Anbieter das große Problem der Kapitalgarantie. Die Fongsmanager könnten auf lange Sicht attraktive Renditen aus Risikoanlagen ziehen, aber sie dürfen nicht, denn zum Rentenbeginn muss eine Kapitalgarantie stehen. Diese Garantie müssen die Anbieter mit Eigenkapital unterlegen, was (gerade für Banken) sehr teuer ist. Wer für eine Altersvorsorge, die noch mehrere Jahrzehnte läuft, eine Garantie benötigt, hat das Investieren nicht verstanden. Was bringt mir eine Garantie in Euro? Man bekommt zwar einen Betrag X versprochen, weiß aber nicht, was dieses Geld in Zukunft wert sein wird. Man hat keinerlei Sachwerte – nur Kredit.

Und dann ist da noch die fehlende Flexibilität und die stark eingeschränkte Vererbbarkeit. Was viele Betriebsrentner auch nicht wissen, ist dass sich durch die Beiträge das Bruttoeinkommen verringert. So bezahlt man in der Sparphase weniger in die gesetzliche Rente ein. Wer also eine Betriebsrente bespart, bekommt später weniger Rente (ggf. auch weniger Erwerbsminderungsrente). Von den Kosten dieser Verträge möchte ich gar nicht erst anfangen. Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte das selbst tun: Ohne Staat, ohne Arbeitgeber und ohne sonstige Machthaber, von denen man sich abhängig macht.

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Lebt Angela Merkel noch?

Merkel hat das Prinzip von Transfers in Europa akzeptiert, und dass die Europäische Union dafür frisches Geld aufnimmt. Das ist neu, das ist stark„, kommentiert Sébastian Maillard, Leiter des Pariser Jacques-Delors-Instituts, den deutsch-französischen Wiederaufbauplan. Eine gesamtschuldnerische Haftung werde es nicht geben, „so lange ich lebe“, sagte Merkel nach Angaben aus Teilnehmerkreisen im Sommer 2012 in einer Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion.

Daher möchte ich eine wichtige Frage stellen: Lebt Angela Merkel noch, oder ist sie nur politisch tot? Stimmt ab, hier bei Twitter!