Finanz-Mythen Teil 2: „Banken verleihen eigenes Geld“

Tatsächlich glauben noch immer viele Menschen, Banken würden eigenes Geld verleihen. Bei „Kredithaien“ oder auch privaten Darlehensgebern ist das durchaus so: Sie verleihen ihr eigenes Geld. Aber Banken tun das nicht.

Vergibt eine Bank einen Kredit, dann sind das schlussendlich zwei Buchungen: Soll und Haben. Man nennt das Geldschöpfung. Hierbei investiert die Bank noch kein Eigenkapital, sondern sie erzeugt neues Geld. Bezahlt der Kreditnehmer den Kredit mit allen Zinsen zurück, dann erhöht der Zinsüberschuss, aber nicht die Tilgung, das Eigenkapital der Bank. Geht der Kreditnehmer pleite und der Kredit wird abgeschrieben, dann reduziert sich das Eigenkapital der Bank um den gesamten Kreditbetrag. Die Bank kann also wesentlich mehr verlieren, als sie gewinnen kann. Daher prüfen Banken stets sehr genau, ob ein potenzieller Kreditnehmer den Kredit auch tilgen kann.

Nun könnte man sich denken, Banken könnten unendlich Kredite an gute Kunden vergeben. Weil es Grenzen gibt, können sie das natürlich nicht. Jeder Kredit muss mit Eigenkapital unterlegt werden; kein Eigenkapital – kein Kredit. Auch muss die Liquidität der Bank sichergestellt sein. Die Bank darf, vereinfacht gesagt, nur dann neue Kredite herausgeben, wenn sie für die Sparerinnen und Sparer der Einlagenseite entsprechend liquide ist. In rechtsesoterischen Kreisen wird die Geldschöpfung per Kredit stark kritisiert. Diese Populisten vergessen aber immer, dass alle Abschreibungen auf die Kredite voll das Eigenkapital der Bank belasten. Zudem haben wir halt ein kreditgestütztes Geldsystem und es finden sich derzeit keine Mehrheiten für ein anderes System, weil es viele Machthaber viel zu mächtig macht.

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Leerverkäufe gehören zu einer funktionierenden Aktienkultur dazu

„gezielt gegen Unternehmen wetten“ – kann das moralisch richtig sein? Viele linksgrüne Journalisten, die nach dem 87. Semester Kunstgeschichte als unbezahlter Praktikant einer Tageszeitung mal einen Artikel schreiben dürfen, sehen Leerverkäufe sehr kritisch.

Bei Wirecard war es ein „Leerverkäufer“, der seit einiger Zeit sagte, dass es sich bei dieser Firma um ein „Fake“ handelt. Statt zu ermitteln, wurde der Leerverkäufer von der BaFin gerügt – wegen übler Nachrede oder so. Jetzt ist die badische Firma Grenke im Visier und wieder stehen Leerverkäufe am Pranger. Natürlich ist es ein Verbrechen, ein Gerücht über ein Unternehmen zu erfinden, um dann auf die Marktreaktion zu wetten. Das gilt aber in beide Richtungen: Bei steigenden und fallenden Kursen. Das Instrument des Leerverkaufes ist daran nicht schuld. In einem funktionierenden Markt, und sowas wollen linksgrüne Journalisten ja irgendwie nie, brauchen wir sogar Leerverkäufe – sie dienen der Preisbildung.

Und so funktioniert es: Man verkauft eine Aktie, die man nicht hat. Das ist wie wenn ein Tischler einen Tisch verkauft, den er dann erst noch bauen muss. Irgendwann muss man liefern und kauft sich die Aktie am Markt (hoffentlich billiger). Oder man leiht sich eine Aktie gegen Gebühr und verkauft sie dann. Sobald man die geliehene Aktie zurück geben muss, kauft man sie sich (auch hier wieder hoffentlich billiger) am Markt. Natürlich ist das nichts für Privatanleger, aber für große Anleger (Fonds, Vermögensverwalter etc.) sind diese Instrumente sinnvoll.

Die Meute sucht immer einen Schuldigen. Im Fall Wirecard waren es korrupte Manager. Dem Leerverkäufer müsste man eigentlich dankbar sein, denn er hat lange Zeit entscheidende Hinweise geliefert, die dann ignoriert wurden.

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Xetra-Gold und Co: Merkelregierung will Goldanleger mit Abgeltungsteuer belasten

Die Politik sucht und findet immer wieder neue Wege, um an das Geld seiner Steuerzahler zu kommen. Laut eines am 17.06.2020 veröffentlichten Entwurfs zum Jahressteuergesetzes 2020, soll es ab 2021 den Goldanlegern an den Kragen gehen.

Die Bundesregierung plant eine zusätzliche Belastung für Privatanleger, die ihr Geld in auf Edelmetallen basierten Wertpapieren anlegen. Betroffen wäre etwa die von einem Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Börse und Banken emittierte Schuldverschreibung Xetra-Gold, die den Anspruch der Anleger auf jederzeitige Lieferung von Goldbarren verbrieft und bisher als abgeltungsteuerfrei beworben wird.

Nach einigen Jahren widersprüchlicher Gerichtsurteile entschied der Bundesfinanzhof im Oktober 2015 (Az.: VIII R 4/15 und VIII R 35/14), dass Xetra-Goldanleihen einen börsengehandelten Rohstoff darstellen. Sie werden damit in steuerlicher Hinsicht genauso wie Münzen und Barren aus physischem Gold eingestuft. Damit unterliegen Veräußerungsgewinne nicht der Kapitalertragssteuer. Kursgewinne, die innerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist realisiert werden, unterliegen aber dem persönlichen Steuersatz.

Der Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold ist eigenen Angaben zufolge zum 30. Juni auf einen neuen Rekord von 221,7 Tonnen angestiegen. Das ist ein Plus von 18,5 Tonnen seit Jahresbeginn. Xetra-Gold ist natürlich nicht der einzige börsengehandelte Rohstoff, aber wahrscheinlich der bekannteste. Der Vorteil für Anleger liegt darin, dass sie relativ günstig in Gold investieren können. Im direkten Vergleich zu Münzen und Barren kauft man über die Schuldverschreibung meist zu besseren Preisen, muss aber darauf vertrauen, dass das mit der physischen Lieferung klappt.

Allein in Xetra-Gold stecken umgerechnet 11,3 Milliarden Euro. Die Höhe des gesamten Marktes für börsengehandelte Rohstoffe (auch: Silber, Platin, Palladium) ist mir nicht bekannt. Künftig will sich der Fiskus die Abgeltungsteuer, die Kirchensteuer und den Soli von den Kursgewinnen krallen – in Summe sind das rund 27%. So verdient der Staat künftig mit, wenn zum Beispiel der Euro zerbricht und Gold wertvoller wird. Die Neuregelung dürfte eine Flucht in Münzen und Barren auslösen. Was wird sich der Staat dann einfallen lassen, um die Sparer zu enteignen?

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Deshalb sind Banken quasi immer pleite

Viele Menschen glauben, Banken könnten eine Durststrecke ganz gut überstehen, denn sie hätten jahrzehntelang gut verdient. „Es müsste doch Rücklagen aus besseren Zeiten geben“, denkt der Volksmund. Diese Sichtweise ist populistisch, vereinfacht und grundlegend falsch.

Seit März beschäftigt uns nun schon die Corona-Krise. Werden diese paar Monate Krise unsere Banken aus der Bahn werfen? Und das nach 10 Jahren Aufschwung in der Volkswirtschaft und an den Börsen? Ja, sie werden, denn Banken sind quasi immer chronisch pleite. Profis wird das langweilen, aber wer das Märchen aus dem ersten Absatz ebenfalls glaubt, der sollte jetzt weiterlesen.

Banken haben (vereinfacht gesagt) Eigen- und Fremdkapital. Das Fremdkapital sind Kredite an Privat- und Firmenkunden. Das Eigenkapital wächst durch den Jahresüberschuss und schrumpft, wenn die Kreditausfälle die eingenommenen Kreditzinsen übersteigen. Eine Bank geht im Kreditgeschäft ein asymmetrisches Risiko ein: Sie kann alles verlieren, aber maximal nur die Marge aus dem Kreditzins verdienen. Ausfälle gehen zu Lasten des Eigenkapitals, Gewinne erhöhen es.

Banken haben noch weitere Einnahmen, die den Jahresüberschuss und somit schlussendlich auch das Eigenkapital erhöhen. Da war einmal (manche erinnern sich vielleicht) eine Marge im Passivgeschäft (Spareinlagen). Inzwischen gibt es noch Provisionseinnahmen aus Wertpapieren, Versicherungen oder Zahlungsverkehr. Die Provisionseinnahmen wurden mit Wegfall der Passivmarge enorm wichtig. Inzwischen legen Banken sogar drauf, wenn sie Einlagen annehmen und den Negativzins nicht weitergeben. Dies erhöht den Druck noch weiter; vor allem auf der Gebührenseite.

Damit eine Bank Kredite vergeben kann, benötigt sie Eigenkapital. Will eine Bank mehr Kredite vergeben, dann benötigt sie auch mehr Eigenkapital (das Verhältnis sollte zirka 90 zu 10 sein). Um mehr Eigenkapital zu bekommen, braucht sie einen Jahresüberschuss. Nun ist das Kreditvolumen in den letzten 10-20 Jahren stark gestiegen. Man überlege sich nur mal, was eine Immobilie damals im Vergleich zu heute kostet. Auch sind viele Firmenkunden, so wie die gesamte Wirtschaft, gewachsen und brauchen somit mehr Kredite für Investitionen.

Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital blieb immer gleich. Bei manchen Banken wuchsen die Ausleihungen sogar stärker im Vergleich zum Eigenkapital. Droht nun ein Kredit faul zu werden, dann muss er abgeschrieben (wertberichtigt) werden. Dies geht alles zu Lasten des Eigenkapitals. Drohen großflächige Ausfälle, dann kann so ein Eigenkapital empfindlich klein werden. Die Bank geriet dann in Schieflage – auch wenn sie jahrzehntelang einen Jahresüberschuss hatte.

Wächst das Kreditvolumen unserer Volkswirtschaft nur um ca. 3% pro Jahr, dann müssen Banken ihr Eigenkapital aus dem Profit um ebenfalls 3% erhöhen, sonst könnten sie die nachgefragten Kredite nicht mehr vergeben. Deshalb brauchen Banken einen Gewinn, sonst wächst der Markt an ihnen vorbei. Daher sind Banken quasi immer pleite – es gibt keine Rücklagen aus besseren Zeiten. Abhilfe schaffen sich die meisten durch eine gute Risikostrategie und umsichtige Kreditvergabe sowie ein starkes Provisionsgeschäft.

Fazit: Ja viele Banken konnten in den „goldenen Zeiten“ ihr Eigenkapital erhöhen. Die Ausleihungen wuchsen aber ebenso. Wollen Banken auch weiterhin ihre Kreditvergabe ausweiten, dann müssen sie Gewinne machen und ihr Eigenkapital fortlaufend erhöhen. Systemische Risiken (sog. „externer Schock), die mehrere Kreditnehmer betreffen, sorgen für großflächige Kreditausfällen, was das Eigenkapital abfedern muss. Wird es zu klein, dann muss die Bank ihr Eigenkapital woanders besorgen (z.B. beim Steuerzahler).

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Diese Gründe sprechen gegen eine staatlich geförderte Altersvorsorge

Altersvorsorge an sich macht vielen keinen Spaß. Wenn sie staatlich gefördert ist, dann hört sich das schon besser an. Insbesondere neulinke Kreise stehen ohnehin total drauf, wenn sich der Staat in ihr Leben einmischt. So auch bei der Altersvorsorge. Doch Vorsicht: Immer wenn der Staat etwas gibt, dann nimmt er auch wieder was.

Nachgelagerte Besteuerung: Egal ob Schicht 1 (Basisrente) oder Schicht 2 (Riester- und Betriebsrente), beide Wege werden nachgelagert besteuert. In der Schicht 2 fallen sogar noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Man versteuert also nicht nur den Kapitalertrag, sondern das komplette Geld, das irgendwann aus dem Vertrag kommt. In der Sparphase hat man den ein oder anderen Vorteil, aber in der Rentenphase langt der Staat zum dort gültigen Steuersatz kräftig hin. Wer kennt seinen Steuersatz in 20, 30 oder 40 Jahren? In diese Abhängigkeit würde ich mich niemals begeben. Vielleicht beschließt eine linksgrüne Regierung irgendwann einen 100%-Steuersatz – dann ist alles futsch.

Kapitalgarantie: Der typische Deutsche ist ein Angsthase. Lieber hat er Null Ertrag, kann aber nichts verlieren. Insbesondere bei der Riesterrente haben die Anbieter das große Problem der Kapitalgarantie. Die Fongsmanager könnten auf lange Sicht attraktive Renditen aus Risikoanlagen ziehen, aber sie dürfen nicht, denn zum Rentenbeginn muss eine Kapitalgarantie stehen. Diese Garantie müssen die Anbieter mit Eigenkapital unterlegen, was (gerade für Banken) sehr teuer ist. Wer für eine Altersvorsorge, die noch mehrere Jahrzehnte läuft, eine Garantie benötigt, hat das Investieren nicht verstanden. Was bringt mir eine Garantie in Euro? Man bekommt zwar einen Betrag X versprochen, weiß aber nicht, was dieses Geld in Zukunft wert sein wird. Man hat keinerlei Sachwerte – nur Kredit.

Und dann ist da noch die fehlende Flexibilität und die stark eingeschränkte Vererbbarkeit. Was viele Betriebsrentner auch nicht wissen, ist dass sich durch die Beiträge das Bruttoeinkommen verringert. So bezahlt man in der Sparphase weniger in die gesetzliche Rente ein. Wer also eine Betriebsrente bespart, bekommt später weniger Rente (ggf. auch weniger Erwerbsminderungsrente). Von den Kosten dieser Verträge möchte ich gar nicht erst anfangen. Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte das selbst tun: Ohne Staat, ohne Arbeitgeber und ohne sonstige Machthaber, von denen man sich abhängig macht.

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Lebt Angela Merkel noch?

Merkel hat das Prinzip von Transfers in Europa akzeptiert, und dass die Europäische Union dafür frisches Geld aufnimmt. Das ist neu, das ist stark„, kommentiert Sébastian Maillard, Leiter des Pariser Jacques-Delors-Instituts, den deutsch-französischen Wiederaufbauplan. Eine gesamtschuldnerische Haftung werde es nicht geben, „so lange ich lebe“, sagte Merkel nach Angaben aus Teilnehmerkreisen im Sommer 2012 in einer Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion.

Daher möchte ich eine wichtige Frage stellen: Lebt Angela Merkel noch, oder ist sie nur politisch tot? Stimmt ab, hier bei Twitter!

Ohne Inflation droht uns eine Vermögensabgabe

Eigentlich ist es kaum zu glauben: Die letzten 10 Jahre haben unsere Politdarsteller in Berlin „Rekordsteuereinnahmen“ und „schwarze Nullen“ gefeiert. Nach 10 Jahren Boom bringen uns 2-3 schwache Quartale schon in Finanznöte. Das Regime ist völlig überschuldet und sucht verzweifelt nach neuen Geldquellen.

Wer soll das alles bezahlen?„, ist die berechtigte Frage, die z.B. auch von den Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik gestellt wird. Die Frage kam schon damals, als unser Staat im großen Stil Banken (statt Menschen) gerettet hat, aber auch später als man Pleiteländer finanzieren musste. Im großen Bild ging es nur darum, die Machtstrukturen der EU und ihrer Institutionen zu erhalten. Neben Banken und Staaten hat man auch sogenannte Zombieunternehmen erzeugt, wie z.B. Dr. Markus Krall sehr detailliert schreibt. Der künstlich niedrig gehaltene Zins hält Firmen am leben, die unter normalen Bedingungen längst nicht mehr überlebensfähig wären.

Das gefährliche an jeder Krise ist die Tatsache, dass der manipulierte Wähler stets mehr Freiheit an seine Machthaber abgibt. Der neulinken Politik wird es nicht schwer fallen, neue Steuern einzutreiben oder ihre Machtstrukturen weiter auszubauen. Persönliche Freiheiten und Eigentum steckt der manipulierte Wähler stets gerne zurück – zum Wohle der Allgemeinheit. Dieser neulinke Sozialismus macht vielen aufgeklärten Menschen große Angst. Nun mehren sich die Anzeichen einer neuen Vermögensabgabe. Mit diesem Instrument konfisziert der Staat im großen Stil das Eigentum seiner Bürgerinnen und Bürger.

Während sich die schwarzen Sozialisten noch reserviert halten, kommen von den roten Sozialisten schon konkrete Forderungen. “Wie ich sehe, sind dabei Lastenausgleich oder Vermögensabgabe als Mittel zu einer gerechten Bewältigung der Krise keine Tabus mehr“, sagte die SPD-Chefin Saskia Esken den Zeitungen des “Redaktionsnetzwerks Deutschland”. Bundesfinanzminister Scholz plädierte im ZDF dafür, nach der Krise eine Debatte über Sonderabgaben zu führen. Man kann sicher davon ausgehen, dass die CDU irgendwann wieder genau das macht, was die SPD heute fordert. Dann wird es teuer für uns.

Ein Staat hat sowieso nur drei Möglichkeiten, um seinen Schuldenberg zu stemmen. Erstens: Inflation (dann werden Schulden weniger wert, aber auch Guthaben). Zweitens: Enteignungen, also neue Steuern und Abgaben. Drittens: Krieg, also Plünderung von Vermögen des Kriegsverlierers. Da wir keine Wikinger sind, schließe ich die dritte Option mal aus. Es bleibt Inflation und Enteignung der eigenen Bürger. Die EZB ist beauftragt, eine gesunde Inflation mit negativem Realzins zu erzeugen. Dann verlieren Sparer an Kaufkraft und der Staat profitiert als billionenfacher Schuldner.

Nun wissen wir aber alle, dass die Inflation nicht kommt. Die EZB verfolgt dieses Ziel ja schon länger. Zeitweise drohte sogar eine Deflation! „Man kann die Pferde zur Tränke führen, saufen müssen sie aber selber“, erklärte uns John Maynard Keynes schon vor Jahrzehnten. Die vielen Maßnahmen der EZB entladen sich stets in anderen Assets, führen aber nicht wirklich zu Inflation. Unsere Geldpolitiker wollen mit aller Kraft unser Geld entwerten, aber sie schaffen es nicht. Wenn die Inflation als Finanzierungsbaustein weg fällt, dann braucht der Staat mehr Steuern. Die Vermögensabgabe kommt.

Erst kürzlich hatten die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages eine Studie erstellt, die sich mit der Verfassungsmäßigkeit einer Vermögensabgabe befasste. Dort heißt es: „Die Vermögensabgabe muss laut Verfassung eine einmalige Abgabe bleiben. Allerdings ist es zulässig, diese einmalige Abgabe über mehrere Jahre zu verteilen…“. … „Unzulässig wäre hingegen der Versuch, durch wiederholte Erhebung einer Vermögensabgabe kontinuierlichen Zugriff auf Vermögen zu nehmen, da dies dem verfassungsrechtlichen Postulat der Einmaligkeit zuwiderlaufen würde und zudem als falsch etikettierte Vermögenssteuer die Zustimmung des Bundesrates nach Art. 105 Abs. 3 GG umgehen würde.“ Die Coronakrise liefert jetzt die ideale Steilvorlage, um solche Pläne zügig in die Tat umzusetzen. Kommt keine Inflation, dann haben unsere Machthaber keine andere Wahl.

Über Höhe und Umfang einer neuen Abgabe lässt sich natürlich nur spekulieren. Denkbar wäre eine Belastung von Immobilien, Guthaben und Wertpapieren. Bei Aktien zum Beispiel könnte der Staat einfach zulangen. Die Banken müssen dann die Depotinhaber einfach nach dem EAEG entschädigen. Dieses Gesetz und die entsprechende Regelung gibt es schon seit 1998. „Der Anspruch gegen die Entschädigungseinrichtung ist der Höhe nach begrenzt auf 90 Prozent des Wertes dieser Wertpapiere, maximal jedoch auf den Gegenwert von 20.000 Euro.“ Während die gesetzliche Einlagensicherung im Zuge der Finanzkrise von 20.000 auf 100.000 Euro erhöht wurde, hat man die Höchstgrenze beim Anlegerschutz einfach beibehalten. Sicherlich finden sich noch mehr solcher Gesetze, die dem Staat bei einer Enteignung einfaches Spiel erlauben. Das VVG ist auch nicht ohne: Wer sein Geld in Versicherungen stecken hat, kann mit folgendem Rechnen: „Alle Arten von Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.„(§ 314).

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Die Pandemie verschwindet, aber der Faschismus bleibt

Jeder kennt diesen einen Balkonnazi, der Falschparker anzeigt und immer genau weiß, wer wann und wie oft im Garten grillt. Diese Psychopathen sind es, die die aktuelle Krise regelrecht zu genießen scheinen: Endlich Macht, Kontrolle und Gehorsam.

Wenn man Faschismus mit „Macht, Kontrolle und Gehorsam“ definiert, dann erkennt man schnell, warum sich neulinke Machthaber so sehr über die Krise freuen. Jetzt mit Corona kann man viele Dinge tun, die man ohne Corona niemals hätte machen dürfen. Verweigerer einfach mal in die Psychiatrie einweisen, wie in Sachsen – eigentlich undenkbar. Oder die flächendeckende Zwangsinstallation einer Überwachungs-App, wie sie Merkels Schoßhund, der amtierende JU-Chef fordert – ebenfalls undenkbar. Auch die Abschaffung des Bargeldes, neue Schulden und daher auch wesentlich höhere Steuern wird nun ganz leicht durchzusetzen sein, denn der Balkonnazi hat Angst. Er sehnt sich nach Führung und klaren Befehlen. Er ist ein Faschist.

Das Virus schafft, was der Klimawandel nie geschafft hat: Wir Bürgerinnen und Bürger müssen unser Verhalten grundlegend ändern. Verbote, Kontrollen, Überwachung und viele neue Staatsschulden sollen uns retten. Der neulinke Staat spielt sich als göttlicher Herrscher auf und maßt sich an, uns zu beschützen. Das hat der Staat schon immer so gemacht: Es bedarf nur einer Gefahr oder eines gemeinsamen Feindes sowie Angst in der Bevölkerung und schon geben die Menschen ihre individuelle Macht dem Staat. Ungefähr deshalb wurde die Hölle oder auch der Klimawandel erfunden. Nach der Krise werden die machtsüchtigen Psychopathen in Politik und Medien mächtiger sein, als zuvor.

Gerade beim Klimawandel war das Problem, dass viele Leute den Schwindel durchschauten; es gab kein Handlungsdruck. Vielleicht gab es irgendwo Auswirkungen des Klimawandels, aber beim Balkonnazi direkt vor Ort war noch alles gut. Er sah sich nicht gezwungen, irgendwas zu verändern. Doch jetzt herrscht Corona. Die Menschen haben Angst. Jetzt kann man ihnen alles unterjubeln, was einem in den neulinksgrün-faschistischen Kopf kommt. Die Deutschen sind ohnehin sehr anfällig, wenn es darum geht, sie als Herde aufzuhetzen und einer zentralen Führung zu unterstellen. Egal ob „Klimahüpfen“ oder „Corona-Bonds“: Eine gewisse kritische Masse macht jeden Quatsch mit.

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#coronavirusdeutschland – Diese Dinge sollte nun jeder zu Hause haben

Im TV zeigt man schon leere Ladenregale und es wird auch aufgefordert vorzusorgen. Jeder muss folgende Frage für sich beantworten: Wie bin ich versorgt, wenn der Strom weg ist oder die Supermärkte vorübergehend nichts mehr anbieten?

Das Coronavirus macht zunehmend Angst. Hamsterkäufe sind eigentlich nicht angebracht. Doch unabhängig vom Virus sollte jeder Haushalt stets auf etwaige Katastrophen vorbereitet. Es könnte ja auch zu einer Panik kommen. Dann ist es wichtig, dass man schon einkaufen war, bevor es die Masse macht.

„Wir raten der Bevölkerung grundsätzlich, dass sie sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten soll. Dazu gehört auch das Anlegen eines Notvorrats an Lebensmitteln“, erklärt Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Als Richtwert gelten 10 Tage. Diese Zeit sollte jeder Haushalt überbrücken können. Ohne Lieferando versteht sich.

Folgende Dinge solle man immer zu Hause haben:

  • 20 Liter Trinkwasser
  • wichtige/benötigte Medikamente
  • Kerzen und Leuchtmittel
  • Ausreichend Batterien
  • Nudeln, Reis und haltbares Trockenbrot
  • Nüsse und getrocknetes Obst
  • Gaskocher und genügend Gas
  • Speiseöl
  • Schokolade
  • Zucker, Honig, haltbare Kekse
  • Trockenfleisch (z.B. „Landjäger“)
  • haltbare Proteinriegel/Müsliriegel
  • Bargeld
  • geladene Powerbank
  • und weiteres…. (schreibt es in die Kommentare)

Das Bundesamtes für Bevölkerungsschutz empfiehlt noch weitere Dinge. Das alles sollte man IMMER zu Hause haben. Es kann nun sein, dass manche nicht ausreichend vorgesorgt haben und dies jetzt nachholen. Daher könnte es bei einer Art „Panik“ zu unschönen Szenen im Einzelhandel kommen. So ein Vorrat kostet ja kein Geld; man reduziert sich auf haltbare Lebensmittel und Dinge, die man ohnehin kaufen würde.

Totengräber der Aktienkultur und keinerlei Ahnung von der Materie

0,2 Prozent will die Regierung als Aktiensteuer einnehmen, wenn ein Unternehmen einen Börsenwert von mindestens 1 Milliarde Euro hat. Hochfrequenzhändler und Derivate sind davon befreit. Diese neue Steuer trifft mal wieder die Falschen.

Finanzminister Olaf Scholz reagierte neulich im Deutschlandfunk sehr entlarvend. Er wurde gefragt, ob seine neue Steuer vor allem Kleinsparende treffen würde. Der Minister meint dann, die Steuer würde nicht hauptsächlich von privaten Kleinsparenden bezahlt, sondern von großen Investmentfonds, denn die seien es, die das größte Volumen am Markt ausmachten. Der DLF-Moderator lies das einfach so stehen. Dabei ist es fachlich, praktischer Quatsch, was der Minister da sagte.

Investmentfonds sind ja keine abstrakten Firmen, sondern Kapitalsammelbecken für das Sparguthaben von Kleinsparenden. Fonds wurden erfunden, damit „normale Menschen“ mit kleinen Beträgen und breit gestreut in den Markt investieren können. Mit Fonds können Sparende mit kleinen monatlichen Beiträgen fürs Alter vorsorgen. Auch die so sehr beliebten ETFs sind Investmentfonds (das F in ETF steht für Fonds). Die neue Steuer geht also fast immer zu Lasten der Kleinsparenden.

Olaf Scholz sagte in einem Interview mit der BILD: „Ich lege mein Geld nur auf einem Sparbuch, also sogar auf dem Girokonto an und da kriege ich, wie bei allen anderen, keine Zinsen. Ich mache das, was einem kein Anlageberater empfiehlt.“ Der Finanzminister hat also weder Aktien noch Fonds. Dabei wäre es doch gerade in seiner Verantwortung die Beteiligungskultur in diesem Land zu stärken. „Anlegen statt stilllegen – beteiligen statt spekulieren“, das ist es, was ich bei einem Finanzminister auf dem Wahlplakat stehen will.

Nach der vielen Kritik liegt nun wohl ein Kompromissvorschlag des Ministers auf dem Tisch. Scheinbar soll der Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro um 50 Euro auf 851 Euro steigen. Zusätzlich soll es einen neuen Altersvorsorgepauschbetrag in Höhe von 30 Euro für Singles und 60 Euro für Paare pro Jahr geben. Ganz ehrlich: Das sind Almosen und löst das Problem nicht. Wie es aussieht, findet die Merkelregierung auch keine EU-Mehrheit für ihren perfiden Plan.

Das Bruttoinlandprodukt sämtlicher Länder der Erde erreicht nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ rund 63 Billionen Dollar. Der weltweite Umsatz mit Derivaten ist etwa zehnmal so groß. Der Nutzen für die Realwirtschaft darf stark bezweifelt werden. Warren Buffett bezeichnete die Derivate-Instrumente der Finanzindustrie als Massenvernichtungswaffen. Und genau diese Derivate will Olaf Scholz nicht besteuern. Vielleicht hat er es fachlich noch nicht begriffen?