Deshalb sollten auch Klimaskeptiker in nachhaltige Fonds investieren

Aufgeklärte Menschen bemerken, dass wir auf eine gigantische neulinke Klima-Planwirtschaft zusteuern. Jeder Lebensbereich soll im Sinne der Machthaber zentral gesteuert und kontrolliert werden. Willkommen im linksgrünen Neofaschismus! Aber die Wähler wollen es so, also haben sie es auch nicht anders verdient. Apropos verdienen: Wie kann ich als aufgeklärter Mensch an der Dummheit der anderen profitieren?

Im Laufe des Jahres 2021 werden Bankberater seitens der EU dazu verpflichtet sein, Sparer zu fragen, ob sie ihr Geld nachhaltig anlegen wollen. Sagt dieser „ja“, dann dürfen nur nachhaltige Produkte empfohlen werden. Viele Banken warten nicht bis 2021. So werden bereits jetzt viele Beratungsprogramme um die Nachhaltigkeitsfrage ergänzt, denn dieser Markt wird dann neu aufgeteilt. Kunden, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, können dann beispielsweise Fonds mit dem Label „ESG“ oder „ESG Impact“ kaufen.

Wie wird der Otto-Normal-Bürger wohl auf die neue Frage in der Anlageberatung reagieren? Die Banker werden so geschult, dass das Thema Nachhaltigkeit für jeden passt. Egal ob Avocado-Hippster oder heimatverbundener Rentner: Das Thema passt immer. Und mal ehrlich, wer will schon gegen Nachhaltigkeit sein? Diese Worthülse kann stets so gefüllt werden, dass es zu jeder Zielgruppe passt. Die Produktanbieter schwören auch darauf, dass Nachhaltigkeit keine Rendite kostet; im Gegenteil: Es würde sich sogar ein Mehrertrag einstellen können. Spätestens jetzt bin ich hellhörig. Mehrertrag hört sich gut an.

Wenn künftig viele Anleger nur noch Wertpapiere mit ESG-Label oder einem guten Nachhaltigkeits-Score kaufen, dann werden die Kurse steigen. Auch wird die EZB vermehrt Anleihen von nachhaltigen Unternehmen kaufen und als Sicherheit akzeptieren. Neben der Preisniveaustabilität wollen sich die Geldsozialisten künftig auch die Klimasteuerung auf die Agenda schreiben. Dies alles kann zu einer linksgrünen Preisblase führen, weil sich Kurse dann nicht mehr am echten Markt bilden, sondern durch zentrale Planung und Steuerung.

Bisher liegen nur rund 5% der Anlegergelder in grünkonformen Geldanlagen. Der Run wird also kommen, und jeder sollte dabei sein. Es ist sogar geplant, dass „nachhaltige“ Unternehmen künftig andere Kreditkonditionen bekommen. Neben Ausfall- und sonstigen Risiken soll sich dieses Thema auch auf die Finanzierungsseite auswirken. Kurzum: Es wird eine große Verschiebung kommen, Preise werden manipuliert und entfernen sich vom inneren Wert, es gibt Verwerfungen, Preisblasen und am Ende ein Crash. Bis zum Crash sollte jeder dabei sein und davon profitieren. Daher kaufe auch ich einen ESG-konformen Fonds.

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Finanz-Mythen Teil 3: „Der Zins für Dispositionskredite ist zu hoch“

Die Bank zahlt auf Sparkonten 0% Zins, verlangt aber auf Sollstände rund 11%. Also verdient sie 11%? Nein. Das ist billiger Populismus.

Ein Dispokredit ist nicht teuer. Ihn nimmt man nur kurzfristig, denn mittel- bis langfristige Anschaffungen werden aus Rücklagen oder einem günstigen Ratenkredit finanziert. Den Dispo nimmt man gewöhnlich nur für wenige Tage oder maximal einige Wochen. Und auch das nur, wenn man vorher vergessen hat, eine Rücklage zu bilden. Rund 1.000 € Sollstand kosten bei 11% rund 30 Cent pro Tag. Das entspricht ungefähr einer Zigarette oder zweier Kaffeepads.

Und was verdient die Bank? Die Bank verdient nur an den tatsächlich in Anspruch genommenen Dispokrediten, nicht an den nur zugesagten Kreditlinien. Nehmen wir an, eine Bank sagt jedem Kunden 1.000 € Dispo zu, aber nur 10% der Kunden sind im Soll, und von denen nicht alle komplett „am Anschlag“. Die Bank bekommt also nicht die Zinsen auf den zugesagten Kredit, sondern nur auf die tatsächlichen Sollstände. Wenn kein Kunde im Minus wäre, ginge die Bank komplett leer aus, obwohl sie die Kreditzusagen mit Eigenkapital unterlegen muss.

Ausweg: Damit man nicht erst den Dispo nehmen muss, sollte man eine Rücklage haben. Wer keine Rücklage bilden kann, hat andere Probleme – der Dispozins ist nicht das schlimmste, was solchen Menschen widerfährt. Wer keine Sparfähigkeit hat, braucht mehr Einkommen oder weniger Ausgaben. Auch könnte es sinnvoll sein, keine linksgrünpopulistischen Politiker zu wählen, die einem über zwei Drittel des Einkommens rauben.

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Finanz-Mythen Teil 2: „Banken verleihen eigenes Geld“

Tatsächlich glauben noch immer viele Menschen, Banken würden eigenes Geld verleihen. Bei „Kredithaien“ oder auch privaten Darlehensgebern ist das durchaus so: Sie verleihen ihr eigenes Geld. Aber Banken tun das nicht.

Vergibt eine Bank einen Kredit, dann sind das schlussendlich zwei Buchungen: Soll und Haben. Man nennt das Geldschöpfung. Hierbei investiert die Bank noch kein Eigenkapital, sondern sie erzeugt neues Geld. Bezahlt der Kreditnehmer den Kredit mit allen Zinsen zurück, dann erhöht der Zinsüberschuss, aber nicht die Tilgung, das Eigenkapital der Bank. Geht der Kreditnehmer pleite und der Kredit wird abgeschrieben, dann reduziert sich das Eigenkapital der Bank um den gesamten Kreditbetrag. Die Bank kann also wesentlich mehr verlieren, als sie gewinnen kann. Daher prüfen Banken stets sehr genau, ob ein potenzieller Kreditnehmer den Kredit auch tilgen kann.

Nun könnte man sich denken, Banken könnten unendlich Kredite an gute Kunden vergeben. Weil es Grenzen gibt, können sie das natürlich nicht. Jeder Kredit muss mit Eigenkapital unterlegt werden; kein Eigenkapital – kein Kredit. Auch muss die Liquidität der Bank sichergestellt sein. Die Bank darf, vereinfacht gesagt, nur dann neue Kredite herausgeben, wenn sie für die Sparerinnen und Sparer der Einlagenseite entsprechend liquide ist. In rechtsesoterischen Kreisen wird die Geldschöpfung per Kredit stark kritisiert. Diese Populisten vergessen aber immer, dass alle Abschreibungen auf die Kredite voll das Eigenkapital der Bank belasten. Zudem haben wir halt ein kreditgestütztes Geldsystem und es finden sich derzeit keine Mehrheiten für ein anderes System, weil es viele Machthaber viel zu mächtig macht.

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5 Alternativen zum Negativzins für Wertpapiermuffel

Sie hatten vor X Jahren mal Aktien der Telekom und haben seither eine Allergie gegen alles, was eine Wertpapierkennnummer hat? Bisher sind Sie damit gut gefahren, denn das viele Geld lag zwar unverzinst, aber sicher auf der Bank. Auf einmal geben die Banken den Negativzins an Sie weiter: Es gibt Lösungen.

  1. Ein Bausparvertrag. Ab 2021 gibt es neue Regeln zur Wohnungsbauprämie. Sehr viele Bürgerinnen und Bürger bekommen sie wieder. Hierdurch könnte die Rendite eines Bausparvertrages wieder positiv werden. Zudem reservieren Sie für sich oder Ihre Erben einen niedrigen Darlehenszins für später.
  2. Sie sind Mitte 50, verdienen mehr als sie ausgeben können, und bezahlen sich bei der Einkommenssteuer dumm und dämlich: Stocken Sie Ihre Rente auf und verschieben Sie somit die Steuerlast ins Rentenalter, wo ihr Steuersatz geringer sein kann. Hierzu bezahlen Sie einfach in die gesetzliche Rente oder einen privaten Basisrentenvertrag ein. Ihre Rendite ist die Differenz der Steuersätze von heute und dem im Rentenalter.
  3. Machen Sie eine Schenkung: Viele Banken bieten Freibeträge an. Somit werden nur für größere Vermögen Negativzinsen fällig. Diese Freibeträge gelten vielmals pro Person. Denken Sie also über eine Schenkung an den Ehepartner oder die Kinder nach. Vorsicht: Schenkungssteuer! Beachten Sie auch hier die Freibeträge.
  4. Das Sparbuch ist zwar die dümmste Geldanlage der Welt (siehe hier), aber einen Vorteil hat diese Sparform: Auf Sparbüchern sind Negativzinsen verboten.
  5. Bildung: Machen Sie sich schlau über Wertpapiere. Es gibt inzwischen auch kurzlaufende Anleihen mit festem Zins und Kapitalgarantie. Nimmt man die Bonität bekannter Bankenverbände (z.B. Volksbanken oder Sparkassen), dann könnte man auf gut 0,15% pro Jahr kommen. Das ist immerhin 0,65% über dem Negativzins.

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Leerverkäufe gehören zu einer funktionierenden Aktienkultur dazu

„gezielt gegen Unternehmen wetten“ – kann das moralisch richtig sein? Viele linksgrüne Journalisten, die nach dem 87. Semester Kunstgeschichte als unbezahlter Praktikant einer Tageszeitung mal einen Artikel schreiben dürfen, sehen Leerverkäufe sehr kritisch.

Bei Wirecard war es ein „Leerverkäufer“, der seit einiger Zeit sagte, dass es sich bei dieser Firma um ein „Fake“ handelt. Statt zu ermitteln, wurde der Leerverkäufer von der BaFin gerügt – wegen übler Nachrede oder so. Jetzt ist die badische Firma Grenke im Visier und wieder stehen Leerverkäufe am Pranger. Natürlich ist es ein Verbrechen, ein Gerücht über ein Unternehmen zu erfinden, um dann auf die Marktreaktion zu wetten. Das gilt aber in beide Richtungen: Bei steigenden und fallenden Kursen. Das Instrument des Leerverkaufes ist daran nicht schuld. In einem funktionierenden Markt, und sowas wollen linksgrüne Journalisten ja irgendwie nie, brauchen wir sogar Leerverkäufe – sie dienen der Preisbildung.

Und so funktioniert es: Man verkauft eine Aktie, die man nicht hat. Das ist wie wenn ein Tischler einen Tisch verkauft, den er dann erst noch bauen muss. Irgendwann muss man liefern und kauft sich die Aktie am Markt (hoffentlich billiger). Oder man leiht sich eine Aktie gegen Gebühr und verkauft sie dann. Sobald man die geliehene Aktie zurück geben muss, kauft man sie sich (auch hier wieder hoffentlich billiger) am Markt. Natürlich ist das nichts für Privatanleger, aber für große Anleger (Fonds, Vermögensverwalter etc.) sind diese Instrumente sinnvoll.

Die Meute sucht immer einen Schuldigen. Im Fall Wirecard waren es korrupte Manager. Dem Leerverkäufer müsste man eigentlich dankbar sein, denn er hat lange Zeit entscheidende Hinweise geliefert, die dann ignoriert wurden.

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Direktbank ING: Wertpapiersparpläne ab 1 Euro – für wen ist das gut?

Um Kunden eine Alternative zu unverzinsten Sparkonten zu bieten, macht die ING Deutschland ein neues Angebot für die Anlage in Aktien und Fonds. „Wir wollen unseren Kunden den Einstieg in das Wertpapiersparen so einfach wie möglich machen und schaffen deshalb den Mindestbetrag für alle Wertpapiersparpläne ab“, kündigte Vorstandschef Nick Jue an. Ab 1. November bietet die ING alle Wertpapiersparpläne ab einem Euro Monatsrate an.

Dieses Angebot klinkt zunächst verlockend, denn die meisten Banken bieten Wertpapiersparpläne erst ab 50 €, manche auch ab 25 € monatlich an. Was mich bei sehr kleinen Sparraten stört, ist die Angemessenheit. Sollte jemand, der nicht mal 25 € zur Seite legen kann, überhaupt risikobehaftete Wertpapiere kaufen? Ich bezweifle das sehr. Damit sich Wertpapiere lohnen, sollte man ein gewisses Maß an „Wagnis“ beimischen. Risikolose Bundesanleihen oder auch Unternehmensanleihen von guten Unternehmen werfen kaum eine Rendite ab. Wer langfristig in Unternehmen (Aktien) investiert, kann gute Ergebnisse erzielen und sich später Wünsche erfüllen. Wer nur wenige Euros pro Monat nicht für den Konsum benötigt und diese sparen kann, hat womöglich nicht den erforderlich langen Anlagehorizont für beispielsweise Aktienfonds. Mit einer sehr kleinen Sparfähigkeit (unter 25 €), sollte zunächst eine „eiserne Reserve“ aufgebaut werden – quasi ein Puffer für schlechte Monate oder unvorhergesehene Ausgaben. Ich schätze das Angebot der ING daher für viele Sparerinnen und Sparer als unangemessen ein.

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Finanz-Mythen Teil 1: „Ein Bausparvertrag läuft immer 7 Jahre“

Woher dieser Mythos kommt, kann ich nicht sagen, vermute aber, dass es von den sog. „vermögenswirksamen Leistungen“ kommt. Damit man die Arbeitnehmersparzulage und/oder Wohnungsbauprämie bekommt, sollten rund 7 Jahre vergangen sein. Aber mit dem eigentlichen Bauspartarif hat das nichts zu tun.

Ein Bausparvertrag hat immer zwei Phasen: Die Spar- und die Darlehensphase. Der Übergang in die Darlehensphase nennt man Zuteilung. Die Zuteilungsreife erlangt ein Vertrag, sobald er gewisse Parameter zeigt. Hierzu gehört unter anderem eine Ansparung von rund 40% der Bausparsumme. Für diese Ansparung kann man sich beliebig viele Jahre zeit lassen – das muss nicht in 7 Jahren sein. Sehr große Bausparverträge, die irgendwann mal für lebensentscheidende Wohnwünsche gedacht sind, werden regelmäßig erst in 12-18 Jahren zuteilungsreif.

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Xetra-Gold und Co: Merkelregierung will Goldanleger mit Abgeltungsteuer belasten

Die Politik sucht und findet immer wieder neue Wege, um an das Geld seiner Steuerzahler zu kommen. Laut eines am 17.06.2020 veröffentlichten Entwurfs zum Jahressteuergesetzes 2020, soll es ab 2021 den Goldanlegern an den Kragen gehen.

Die Bundesregierung plant eine zusätzliche Belastung für Privatanleger, die ihr Geld in auf Edelmetallen basierten Wertpapieren anlegen. Betroffen wäre etwa die von einem Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Börse und Banken emittierte Schuldverschreibung Xetra-Gold, die den Anspruch der Anleger auf jederzeitige Lieferung von Goldbarren verbrieft und bisher als abgeltungsteuerfrei beworben wird.

Nach einigen Jahren widersprüchlicher Gerichtsurteile entschied der Bundesfinanzhof im Oktober 2015 (Az.: VIII R 4/15 und VIII R 35/14), dass Xetra-Goldanleihen einen börsengehandelten Rohstoff darstellen. Sie werden damit in steuerlicher Hinsicht genauso wie Münzen und Barren aus physischem Gold eingestuft. Damit unterliegen Veräußerungsgewinne nicht der Kapitalertragssteuer. Kursgewinne, die innerhalb der zwölfmonatigen Spekulationsfrist realisiert werden, unterliegen aber dem persönlichen Steuersatz.

Der Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold ist eigenen Angaben zufolge zum 30. Juni auf einen neuen Rekord von 221,7 Tonnen angestiegen. Das ist ein Plus von 18,5 Tonnen seit Jahresbeginn. Xetra-Gold ist natürlich nicht der einzige börsengehandelte Rohstoff, aber wahrscheinlich der bekannteste. Der Vorteil für Anleger liegt darin, dass sie relativ günstig in Gold investieren können. Im direkten Vergleich zu Münzen und Barren kauft man über die Schuldverschreibung meist zu besseren Preisen, muss aber darauf vertrauen, dass das mit der physischen Lieferung klappt.

Allein in Xetra-Gold stecken umgerechnet 11,3 Milliarden Euro. Die Höhe des gesamten Marktes für börsengehandelte Rohstoffe (auch: Silber, Platin, Palladium) ist mir nicht bekannt. Künftig will sich der Fiskus die Abgeltungsteuer, die Kirchensteuer und den Soli von den Kursgewinnen krallen – in Summe sind das rund 27%. So verdient der Staat künftig mit, wenn zum Beispiel der Euro zerbricht und Gold wertvoller wird. Die Neuregelung dürfte eine Flucht in Münzen und Barren auslösen. Was wird sich der Staat dann einfallen lassen, um die Sparer zu enteignen?

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Das Sparbuch: Die dümmste Geldanlage der Welt?

Jeder zweite Deutsche hat ein oder mehrere Sparbücher. Noch immer zählt es zu den beliebtesten Anlageformen. Es steht für Sicherheit und Beständigkeit. Immerhin gibt es diese Anlageform schon seit über 200 Jahren. Rational gesehen dürften Sparbücher eine der dümmsten Geldanlagen der Welt sein, aber warum sind sie so beliebt?

Montag Vormittag 10 Uhr. Ich warte in der Schlange des Bankschalters. Vor mir wird ein aufgebrachter Kunde bedient. Es war unüberhörbar, dass er dingend 30.000 € von seinem Sparbuch abheben möchte um damit ein Auto zu kaufen. Die Mitarbeiterin hinterm Tresen versucht dem Herrn zu erklären, dass ein Sparbuch eine drei monatige Kündigungsfrist hätte. Man könne zwar monatlich über 2.000 € verfügen, aber alles darüberhinaus müsse drei Monate vorher gekündigt werden. Auf einmal wird es laut. Der Kunde schreit: „Das war noch nie so! Das habt ihr neu erfunden! Früher war alles besser! Ich will ihren Chef sprechen!“ Nach wenigen Minuten kommt die Filialleiterin. Sie führt ein kurzes Telefongespräch (wahrscheinlich darf nicht mal sie eine Ausnahme genehmigen) und bezahlt das Geld sofort aus.

Spareinlagen sind nach § 1 Abs. 29 Satz 2 KWG unbefristete Gelder, die u.a. eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten aufweisen. 2.000 € pro Monat sind frei. Wer also höhere Beträge auf dem Sparbuch spart, und das Geld dann ungekündigt verfügen möchte, hat ein Problem: Entweder die Bank genehmigt die Auszahlung oder eben nicht. Was wird eine Bank in Zeiten eines krisenbedingten Liquiditätsengpasses tendenziell machen? Vorsicht: Es gibt auch noch Sondersparbücher mit 6 oder 12 Monaten Kündigungsfrist. Ein Sparbuch ist eben kein Tagesgeldkonto. Es erschließt sich mir nicht, weshalb jeder zweite Deutsche eine Geldanlage hat, die keine (oder kaum) Zinsen abwirft und nicht täglich verfügbar ist.

Und wie ist es mit der Sicherheit? Das Sparbuch ist ein „qualifiziertes Legitimationspapier“ im Sinne des § 808 Abs. 1 Satz 1 BGB. Danach kann das Kreditinstitut an den jeweiligen Vorleger des Sparbuchs mit schuldbefreiender Wirkung auszahlen, sofern es sich um freie oder gekündigte Beträge handelt. Die Bank darf also an jeden Vorleger auszahlen! Natürlich kann man das Buch auch mit einem Kennwort schützen, das lassen sich aber die Banken recht teuer bezahlen. Wer mein Sparbuch findet oder stiehlt, kann somit theoretisch bis zu 2.000 € pro Kalendermonat verfügen. Der Vorleger hat keinen Anspruch auf Auszahlung (Bank kann im Zweifel verweigern), aber will ich mich darauf verlassen?

Die gute Nachricht zum Schluss: Es gibt zwar so gut wie keinen Zins, aber dieser Zins ist relativ gesehen sehr gut, denn Banken dürfen auf Sparbücher keine Negativzinsen verlangen. In manchen Bundesländern schreibt das Sparkassengesetz sogar „eine Eins an irgendeiner Stelle nach dem Komma“ vor. Bei solchen Banken sieht man dann oftmals Zinssätze wie 0,0001% oder ähnliches. Das ist aber immer noch besser, im Vergleich zu Minus 0,5%. Damit die Bank hierbei keine zu großen Verluste macht, muss sie die Spareinlagen langfristig (z.B. in Baufinanzierungen) anlegen. Daher wird es verständlich, warum immer mehr auf die Einhaltung der Kündigungsfristen gepocht wird.

Ein Sparbuch ist unsicher (außer es ist mit einem Kennwort gesichert oder liegt in einem Tresor) und extrem unflexibel. Aber es schützt vor Negativzinsen. Von der dümmsten Geldanlage der Welt zu sprechen, wäre zu heftig, aber für den langfristigen Vermögensaufbau ist es sehr ungeeignet. Das Sparbuch ist ein Instrument, das in bestimmten Konstellationen durchaus sinnvoll sein kann. Jeder zweite Deutsche hat ein Sparbuch – bei den meisten dürfte es wohl keinen Sinn machen.

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Deshalb sind Banken quasi immer pleite

Viele Menschen glauben, Banken könnten eine Durststrecke ganz gut überstehen, denn sie hätten jahrzehntelang gut verdient. „Es müsste doch Rücklagen aus besseren Zeiten geben“, denkt der Volksmund. Diese Sichtweise ist populistisch, vereinfacht und grundlegend falsch.

Seit März beschäftigt uns nun schon die Corona-Krise. Werden diese paar Monate Krise unsere Banken aus der Bahn werfen? Und das nach 10 Jahren Aufschwung in der Volkswirtschaft und an den Börsen? Ja, sie werden, denn Banken sind quasi immer chronisch pleite. Profis wird das langweilen, aber wer das Märchen aus dem ersten Absatz ebenfalls glaubt, der sollte jetzt weiterlesen.

Banken haben (vereinfacht gesagt) Eigen- und Fremdkapital. Das Fremdkapital sind Kredite an Privat- und Firmenkunden. Das Eigenkapital wächst durch den Jahresüberschuss und schrumpft, wenn die Kreditausfälle die eingenommenen Kreditzinsen übersteigen. Eine Bank geht im Kreditgeschäft ein asymmetrisches Risiko ein: Sie kann alles verlieren, aber maximal nur die Marge aus dem Kreditzins verdienen. Ausfälle gehen zu Lasten des Eigenkapitals, Gewinne erhöhen es.

Banken haben noch weitere Einnahmen, die den Jahresüberschuss und somit schlussendlich auch das Eigenkapital erhöhen. Da war einmal (manche erinnern sich vielleicht) eine Marge im Passivgeschäft (Spareinlagen). Inzwischen gibt es noch Provisionseinnahmen aus Wertpapieren, Versicherungen oder Zahlungsverkehr. Die Provisionseinnahmen wurden mit Wegfall der Passivmarge enorm wichtig. Inzwischen legen Banken sogar drauf, wenn sie Einlagen annehmen und den Negativzins nicht weitergeben. Dies erhöht den Druck noch weiter; vor allem auf der Gebührenseite.

Damit eine Bank Kredite vergeben kann, benötigt sie Eigenkapital. Will eine Bank mehr Kredite vergeben, dann benötigt sie auch mehr Eigenkapital (das Verhältnis sollte zirka 90 zu 10 sein). Um mehr Eigenkapital zu bekommen, braucht sie einen Jahresüberschuss. Nun ist das Kreditvolumen in den letzten 10-20 Jahren stark gestiegen. Man überlege sich nur mal, was eine Immobilie damals im Vergleich zu heute kostet. Auch sind viele Firmenkunden, so wie die gesamte Wirtschaft, gewachsen und brauchen somit mehr Kredite für Investitionen.

Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital blieb immer gleich. Bei manchen Banken wuchsen die Ausleihungen sogar stärker im Vergleich zum Eigenkapital. Droht nun ein Kredit faul zu werden, dann muss er abgeschrieben (wertberichtigt) werden. Dies geht alles zu Lasten des Eigenkapitals. Drohen großflächige Ausfälle, dann kann so ein Eigenkapital empfindlich klein werden. Die Bank geriet dann in Schieflage – auch wenn sie jahrzehntelang einen Jahresüberschuss hatte.

Wächst das Kreditvolumen unserer Volkswirtschaft nur um ca. 3% pro Jahr, dann müssen Banken ihr Eigenkapital aus dem Profit um ebenfalls 3% erhöhen, sonst könnten sie die nachgefragten Kredite nicht mehr vergeben. Deshalb brauchen Banken einen Gewinn, sonst wächst der Markt an ihnen vorbei. Daher sind Banken quasi immer pleite – es gibt keine Rücklagen aus besseren Zeiten. Abhilfe schaffen sich die meisten durch eine gute Risikostrategie und umsichtige Kreditvergabe sowie ein starkes Provisionsgeschäft.

Fazit: Ja viele Banken konnten in den „goldenen Zeiten“ ihr Eigenkapital erhöhen. Die Ausleihungen wuchsen aber ebenso. Wollen Banken auch weiterhin ihre Kreditvergabe ausweiten, dann müssen sie Gewinne machen und ihr Eigenkapital fortlaufend erhöhen. Systemische Risiken (sog. „externer Schock), die mehrere Kreditnehmer betreffen, sorgen für großflächige Kreditausfällen, was das Eigenkapital abfedern muss. Wird es zu klein, dann muss die Bank ihr Eigenkapital woanders besorgen (z.B. beim Steuerzahler).

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