Diese Gründe sprechen gegen eine staatlich geförderte Altersvorsorge

Altersvorsorge an sich macht vielen keinen Spaß. Wenn sie staatlich gefördert ist, dann hört sich das schon besser an. Insbesondere neulinke Kreise stehen ohnehin total drauf, wenn sich der Staat in ihr Leben einmischt. So auch bei der Altersvorsorge. Doch Vorsicht: Immer wenn der Staat etwas gibt, dann nimmt er auch wieder was.

Nachgelagerte Besteuerung: Egal ob Schicht 1 (Basisrente) oder Schicht 2 (Riester- und Betriebsrente), beide Wege werden nachgelagert besteuert. In der Schicht 2 fallen sogar noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Man versteuert also nicht nur den Kapitalertrag, sondern das komplette Geld, das irgendwann aus dem Vertrag kommt. In der Sparphase hat man den ein oder anderen Vorteil, aber in der Rentenphase langt der Staat zum dort gültigen Steuersatz kräftig hin. Wer kennt seinen Steuersatz in 20, 30 oder 40 Jahren? In diese Abhängigkeit würde ich mich niemals begeben. Vielleicht beschließt eine linksgrüne Regierung irgendwann einen 100%-Steuersatz – dann ist alles futsch.

Kapitalgarantie: Der typische Deutsche ist ein Angsthase. Lieber hat er Null Ertrag, kann aber nichts verlieren. Insbesondere bei der Riesterrente haben die Anbieter das große Problem der Kapitalgarantie. Die Fongsmanager könnten auf lange Sicht attraktive Renditen aus Risikoanlagen ziehen, aber sie dürfen nicht, denn zum Rentenbeginn muss eine Kapitalgarantie stehen. Diese Garantie müssen die Anbieter mit Eigenkapital unterlegen, was (gerade für Banken) sehr teuer ist. Wer für eine Altersvorsorge, die noch mehrere Jahrzehnte läuft, eine Garantie benötigt, hat das Investieren nicht verstanden. Was bringt mir eine Garantie in Euro? Man bekommt zwar einen Betrag X versprochen, weiß aber nicht, was dieses Geld in Zukunft wert sein wird. Man hat keinerlei Sachwerte – nur Kredit.

Und dann ist da noch die fehlende Flexibilität und die stark eingeschränkte Vererbbarkeit. Was viele Betriebsrentner auch nicht wissen, ist dass sich durch die Beiträge das Bruttoeinkommen verringert. So bezahlt man in der Sparphase weniger in die gesetzliche Rente ein. Wer also eine Betriebsrente bespart, bekommt später weniger Rente (ggf. auch weniger Erwerbsminderungsrente). Von den Kosten dieser Verträge möchte ich gar nicht erst anfangen. Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte das selbst tun: Ohne Staat, ohne Arbeitgeber und ohne sonstige Machthaber, von denen man sich abhängig macht.

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#weltfrauentag – Ein Mann ist keine Altersvorsorge

Weltfrauentag ist, wenn sich alte, weiße, privilegierte Frauen über den neusten Thermomix freuen. Aber darum geht es nicht! Am Weltfrauentag sollte es um ganz andere Themen gehen. Zum Beispiel um die Tatsache, dass sich viele Frauen noch immer auf Männer verlassen.

„Ich heirate mal gut“, ist die wohl dämlichste Altersvorsorge, die man machen kann. Frauen müssen akzeptieren, dass sie aus biologischen Gründen Kinden bekommen können, und dann im Job vorübergehend ausfallen. Danach wird oftmals nur in Teilzeit gearbeitet, damit man auch noch für die Kinder da sein kann. Karriereaufstieg und Gehaltserhöhungen gibt es in dieser Zeit kaum, denn eine pausierte Mutter muss oft erstmal eingelernt werden und hochqualifizierte Stellen werden oftmals nicht in Teilzeit besetzt. So kommt es, dass die Männer sehr oft das höhere Gehalt und somit auch mehr Rente haben.

Frauen müssen begreifen, dass sie eine eigene Altersvorsorge brauchen. Die Erziehungszeiten werden zwar bei der gesetzlichen Rente angerechnet, aber eine private Vorsorge kann vielmals nicht gestemmt werden. Die Rente muss so gut sein, dass es „auch ohne Mann“ gehen würde. Es gibt inzwischen auch Paare, bei denen der Mann mehr verdient, wie die Frau (weil sie gerade in Elternzeit ist) , aber der Mann seiner Liebsten eine private Altersvorsorge bezahlt. Beitragszahler ist der Mann, aber Vertragsinhaberin ist die Frau.

Es bedarf nicht immer einer staatlichen Regelung. Vieles können Paare unter sich regeln. Wichtig ist, dass die Frauen selbstbewusst einfordern, was ihnen zusteht. Nicht nur Blumen, Thermomix und andere Symbolik. Frauen sollten sich nicht an einen Mann binden, sondern vielmehr an ein breit gestreutes Portfolio zum Vermögensaufbau.

So wird jeder Millionär

Sie geben jeden Monat weniger aus, als Sie einnehmen und Sie haben mindestens 35 Jahre lang Zeit? Legen Sie Ihren Überschuss ertragreich an, dann können Sie Millionär werden.

Mit der folgenden monatlichen Sparrate kann es in 35 Jahren gelingen. Je nach Renditechance kann sie höher oder niedriger ausfallen.

  • Bei 0% Zins (Sparkonto, Tagesgeld): 2.381 €
  • Defensives Mischportfolio, 2%: 1.650 €
  • Ausgewogenes Mischportfolio, 4%: 1.108 €
  • Defensive Aktienstrategie, 6%: 725 €
  • Offensive Aktienstrategie, 8%: 464 €

Bei 8% Jahresrendite reichen also schon 15 € pro Tag, um in 35 Jahren Millionär zu sein. Wer mehr Zeit hat, muss sogar noch viel weniger investieren. Sie leben zu zweit, dann reichen bei 8% Rendite sogar 7,5 € pro Person und Tag, damit Sie in 35 Jahren gemeinsam Millionär sind. Je nach Sparfähigkeit muss es eben mehr Laufzeit oder mehr Rendite sein. Wer wenig sparen kann, sollte früh anfangen und eine hohe Rendite wählen. Wer bewusst auf Rendite verzichtet, lässt sich FREIWILLIG enteignen.