Fast jeder zweite hat in den vergangenen Wochen sein Zahlungsverhalten geändert

Die Coronakrise verstärkt nach Angaben der Bundesbank den Trend zum berührungslosen Bezahlen in Deutschland. Das kontaktlose Zahlen per Karte oder Smartphone sei inzwischen Alltag, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

In einer von der Bundesbank in Auftrag gegebenen Umfrage sagten laut Balz 43 Prozent der Befragten, sie hätten „in den vergangenen Wochen“ ihr Zahlungsverhalten geändert. Besonderen Auftrieb soll aus der Limitanhebung von 25 € auf 50 € kommen. Unter 50 € müssen die Kunden bei NFC-Zahlungen keine PIN eingeben. Schade sei, dass es beim Smartphone-Bezahlen kaum europäische Systeme gibt. Hier hätten amerikanische und chinesische Anbieter die Nase vorne. Viele ApplePay-Nutzer können derzeit nur mit Kreditkarte (z.B. Visa oder Mastercard) bezahlen.

Fachleute halten es für höchst unwahrscheinlich, dass das Corona-Virus über Bargeld übertragen werden kann. Das Problem sei vielmehr die Bargeld-Übergabe und weniger das Geld an sich. Bei der Übergabe von Geld kommen sich die Menschen sehr nahe. Durch Corona verzichten die Deutschen freiwillig auf Bargeld. Niemand muss es ihnen verbieten. Sie merken wie praktisch und sicher es ist, einfach nur das Handy „hinzuhalten“. Nach der Krise wird wohl kaum ein Händler, sein Bezahlterminal wieder abbauen, oder?

Kontaktloses Bezahlen (per Smartphone) hat für die Verbraucher einen entscheidenden Vorteil: Sicherheit! Der Bezahlvorgang wir per Touch- oder Face-ID freigegeben und das ab dem ersten Euro. Im Vergleich dazu, können mit der NFC-Karte kleinere Beträge (bis 50 €) ohne Legitimation bezahlt werden. Die Bezahlung mit dem Handy ist somit nicht nur praktischer, sondern auch sicherer. Zudem hat man das Handy quasi immer dabei; auch wegen möglicher digitaler Kundenkarten (Payback etc…).

Mit Corona verschwindet auch das Bargeld

Aus scheinbar hygienischen Gründen kann man plötzlich überall mit Karte oder Smartphone bezahlen. Auf einmal ist klar: Es klappt bestens. Bargeld wird nicht mehr gebraucht. Nach der Krise wird wohl kaum ein Händler, sein Bezahlterminal wieder abbauen.

Auch die Kundenseite verändert sich derzeit rasant. Weil die Banken sehr viele Standorte geschlossen haben, lassen sich nun auch die letzten Verweigerer fürs Online-Banking freischalten. In diesem Zuge kommen immer mehr Leute in den Genuss von ApplePay, mobiles Bezahlen, Kwitt und vielem mehr. Die Corona-Epidemie sorgt ganz offensichtlich für eine markante Wende beim Zahlungsverhalten der Deutschen. Dabei halten Fachleute es für höchst unwahrscheinlich, dass das Corona-Virus über Bargeld übertragen werden kann. Das Problem sei vielmehr die Bargeld-Übergabe und weniger das Geld an sich. Bei der Übergabe von Geld kommen sich die Menschen sehr nahe.

Ist das Bargeld erstmal weg, dann eröffnen sich viele neue geldpolitische Instrumente. Vieles, was heute noch undenkbar ist, kann dann unkompliziert gemacht werden. Durch Corona verzichten die Deutschen freiwillig auf Bargeld. Anders sähe es aus, wenn man es ihnen gegen ihren Willen wegnehmen würde. Und eines ist klar: Ist das Bargeld weg, dann kommt es auch nicht wieder. Wenn es wieder kommt, dann mit Wechselkurs (Bargeld ist dann wertloser im Vergleich zu Buchgeld). Auch können die Banken Negativzinsen endlich an ihre Kunden weitergeben und müssen sie nicht mehr durch Gebühren und Provisionen querfinanzieren.

Bleibt gesund!