Diese Anlagefehler machen fast alle neureichen Avocado-Hippster

Jeder kennt diese neureichen Hippster-Typen, deren Eltern schon ein oder zwei mal geerbt haben oder mit ihrer Erstimmobilie einen krassen Kursgewinn einfuhren. Für diese Hippster war das Geld einfach immer da. Egal ob das neuste iPhone oder das 7-jährige Genderstudium: Selbst bezahlen musste der Hippster nie etwas. Die Eltern schwimmen im Geld und wissen ohnehin nicht, wohin damit.

Sie denken, sie seien schlauer als der Markt. Manche neulinken Hippster denken, sie könnten den Markt schlagen. Sie wühlen sich durch zahlreiche Einzeltitel und kaufen schlussendlich nur das, was Hippster immer kaufen. Irgendwas mit grüngewaschener Technik. Am Ende ist dann alles weg, weil sowas wie Wirecard gekauft wurde. Sie sind beratungsresistent und wissen alles besser. Fachwissen und Erfahrung schreckt sie ab.

Sie beginnen zu zocken. Überschlaue Kunststudenten mit Hang zum Risiko, beginnen gerne mal aktiv zu traden. Sie kaufen und verkaufen wild irgendwelche Werte (auch: Bitcoins etc.). Laut diversen Studien verlieren rund 99% aller Daytrader langfristig Geld. Aber der Hippster denkt, er sei was besonderes. Wenn er dann doch scheitert, dann ist der Kapitalismus schuld. Als Rache wählt er linksgrüne Parteien, damit alle anderen Menschen mit neuen Steuern ausgeraubt werden können.

Alles auf eine (grüne) Karte. Auch die „Generation Greta“ hat inzwischen Geld. Die heute 18-25 jährigen setzen gerne alles auf eine Karte. „Die eine Nonplusultra-Idee“ muss es sein. Und natürlich grün und nachhaltig soll sie sein. Durch das Greenwashing werden wesentliche Risiken ausgeblendet. Hauptsache es wird irgendwo ein Baum gerettet. Das Gefühl „dazu zu gehören“ und scheinbar „wohltäterisch“ tätig zu sein, reicht als Rendite vollkommen aus. Diversifikation und Effizienz halten sie für Nazibegriffe.

Der Hauptfehler, den grünpopulistische Hippster bei ihrer Geldanlage machen ist, dass sie nichts machen. Banken vertrauen sie generell nicht, der Kapitalismus ist sehr böse und Geld ist ja irgendwie immer da. Warum soll man dann überhaupt investieren? Die verwöhnte Nacherbengeneration hat es nie gelernt, für schlechte Zeiten zu sorgen. Und wenn diese dann doch mal kommen, dann soll der Muttistaat einspringen. Hierzu sollen dann alle enteignet werden, die Geld haben.

Zugegeben, dieser Artikel ist zugespitzt und populistisch. Sorry, aber womöglich ist ein bisschen was wahres dran?

Nachhaltige ETFs und Fonds: Deshalb investieren viele von Ihnen auch in Alkohol, Tabak oder Kohle

Der typische Käufer eines als nachhaltig beworbenen Finanzproduktes möchte sich an politisch korrekten Unternehmen beteiligen. So könnte man zwar meinen, aber in der Realität sieht es anders aus.

Bisher ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ nicht genau definiert. Es gibt zwar die ESG-Kriterien, die ähnlich wie ein Scoringmodell funktionieren, aber schlussendlich können die Anbieter selbst entscheiden, was ihre Marketingabteilung als nachhaltig bezeichnen soll und was nicht. Man muss schon tief wühlen, um herauszufinden, was in einem Fonds steckt. Die beste Transparenz liefern die Jahresberichte. In den meisten Aktienfonds findet man Werte wie Renault, OMV (Öl-Konzern), Nestle und viele weitere. Auch Siemens findet man, trotz neulinker Proteste gegen das Unternehmen, fast in allen Fonds. Auch von Flugscham keine Spur: Manche nachhaltige Fonds halten auch Aktien der TUI AG. Auch McDonalds, Coca-Cola und viele US-Airlines finden sich in den grünen Fonds.

Auch der ESG-Index, auf den sich viele grüne ETFs beziehen, ist nicht viel besser. Er beinhaltet neben Autobauern, sogar einen Bierkonzern und auch Siemens. Grund dafür ist, dass sich die Fondsgesellschaften, aber auch die Indexanbieter, eigene Regeln geben. Meist wird mit Quoten gearbeitet. So darf ein Konzern seinen Umsatz beispielsweise maximal bis zu 5% aus Tabak oder Alkohol machen, damit er als nachhaltig gilt. Bei einer 0-Toleranz-Grenze dürfte der Fonds nicht mal die Aktien eines Supermarktes kaufen, denn da gibt es ja auch Tabak oder Alkohol. Um auch weiter zu investieren, nutzen manche Fonds einen „best in class“ Ansatz. Hier darf auch in z.B. eine Fluglinie investiert werden, aber halt immer nur in die „sauberste“.

Für Verbraucher wird es natürlich schwierig. Es lohnt ein genauer Blick in die Produktunterlagen. Einfach nur auf die Überschrift „nachhaltig“ zu vertauen, ist zu wenig. Man könnte das Gefühl haben, die Finanzindustrie malt ihre Produkte einfach nur grün an, um sie besser absetzen zu können. Vor Jahren hat das die Lebensmittelindustrie erfolgreich vorgemacht. Auf einmal gab es glutenfreien Tee, Bio-Wasser, veganer Käse, laktosefreie Birnen, Chemie-Sojapampe und anderen Quatsch, den man auf einmal teurer verkaufen konnte.