Zwei-Faktor-Authentifizierung: Jetzt Kreditkarte freischalten, sonst funktioniert sie nicht mehr

Fast schon reflexhaft nimmt man inzwischen bei Online-Käufen die Kreditkarte. Man gibt einfach die Nummer und die Gültigkeit ein – fertig. Auch an den CVC- Code haben wir uns längst gewöhnt. Noch unkomplizierter ist es bei Händlern, wie z.B. Amazon, denn da ist schon alles hinterlegt. 2021 kommt die zwingende Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der ein oder andere Bezahlvorgang dürfte Nerven kosten.

Jeder Karteninhaber MUSS sich bei einem Verfahren registrieren. Wer das versäumt, wird seine Karte online nicht mehr einsetzen können. Die Banken bieten hierzu mehrere Möglichkeiten. Für Karteninhaber, die ein Smartphone besitzen, bietet sich eine App an. Dort kann man dann (nach Einrichtung) die Zahlungen per Touch- oder FaceID freigeben. Wer kein Smartphone hat, kann das mTAN (auch: SMS-TAN)-Verfahren nutzen. Die Registrierung setzt eine gewisse Kompetenz voraus. Menschen mit Sprachbarriere oder eingeschränkter Medienkompetenz kommen mit den beiden Verfahren womöglich nicht klar. Man muss ein Passwort festlegen (und sich merken) und eine Sicherheitsfrage inkl. Antwort festlegen . Wechselt man das Endgerät, dann muss man wieder tätig werden, sonst kann man erneut nicht bezahlen. Jeder Inhaber einer Kreditkarte sollte frühzeitig und in Ruhe (also noch vor der ersten Zahlung) auf die Website seiner Bank gehen und die Registrierung vornehmen.

Diese Sicherheitsmaßnahme zur Authentifizierung ist für Online-Einkäufe mit Kreditkarte in Europa verpflichtend, so gibt es eine europäische Richtlinie vor. Im Prinzip geht es um Sicherheit, doch am Ende geht es auf Kosten der Bequemlichkeit. Wer Online-Banking macht, kennt das Prinzip einer Zwei-Faktor-Authentifizierung bereits: Man gibt PIN und TAN ein. ApplePay wird davon profitieren, denn das ist per Definition schon eine Zwei-Faktor-Authentifizierung – aber auch hier ist die Registrierung kein Wimpernschlag.

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