Gold gehört in jedes Portfolio

Die Deutschen haben nicht vieles mit den Schwellenländern gemeinsam, aber bei der Beliebtheit von Gold gibt es eine große Gemeinsamkeit. Mit einem Privatbesitz von mehr als 8.000 Tonnen oder rund 100 Gramm pro Kopf zählen die Deutschen weltweit zu den treuesten Goldinvestoren.

Die Beliebtheit von Gold könnte an der Unsicherheit von Geld liegen. Niemand weiß, wie das globale Nullzins-Experiment ausgeht. Womöglich verlieren die Menschen irgendwann das Vertrauen in das Geldsystem? Dann könnte Gold seine Funktion als Währung der letzten Instanz ausüben, denn Gold ist nicht beliebig vermehrbar. Gold hat sich seit Jahrtausenden, trotz Wirtschaftskrisen, Kriegen und Währungsreformen, als stabiles Wertaufbewahrungsmittel gezeigt.

Wenn ich einem Portfolio Gold beimische (was ich stets tun würde), dann möchte ich damit kein (Papier-)Geld verdienen. Gedanklich bewerte ich Gold immer in Unzen und nicht in Euro. Eine Unze bleibt stets eine Unze – egal wie der Wechselkurs zum Euro steht. Gold bezahlt weder Zinsen, noch Mieten oder Dividenden. Gold ist quasi wie eine Versicherung: Hoffentlich braucht man sie nicht, aber man ist froh wenn man sie im Ernstfall hat. Einen Edelmetallanteil (i.d.R. Gold und Silber) von rund 5% bis 20% halte ich für empfehlenswert.

Isoliert betrachtet hat Gold vielmals eine höhere Volatilität, als beispielsweise Aktien. Der Mehrwert für das Portfolio liegt aber in der (teilweisen) negativen Korrelation. Gold kann bei systemischen Risiken beruhigend auf ein Gesamtportfolio einwirken. Dann gehen Wagnisanlagen, wie Aktien und Risikokapital, wie Anleihen, gleichermaßen in den Keller, während Gold (in Euro gerechnet) an Wert gewinnt.

Über die lange Frist (1975 bis 2018) brachte ein reines Aktieninvestment (MSCI World) pro Jahr mehr als doppelt so viel Rendite als Gold – und das bei etwas weniger Volatilität. Daher scheidet Gold als Einzelinvestment aus. Aber tun das nicht alle Anlageklassen? Ich kenne kein Asset, welches alleine betrachtet „so toll“ ist, dass man zu 100% darin investieren sollte. Die Beimischung von Gold hätte in den letzten Jahrzehnten zwar ein bisschen Rendite gekostet (im Vergleich zu Aktien), aber die Portfolio-Schwankung und somit das Stresslevel wäre entspannter gewesen.

Von Goldfonds und Gold-ETFs halte ich persönlich nicht viel. Manche Regionalbanken bieten „physische Goldsparpläne“ an oder haben dies in Planung. Sobald diese Produkte richtig in Fahrt kommen, nehme ich sie unter die Lupe. Meiner Meinung nach sollte man Edelmetalle immer physisch kaufen – auch aus steuerlichen Gründen (Kursgewinn ist nach 1 Jahr Spekulationsfrist steuerfrei). Bei Fonds hingegen wird auf Kursgewinne die Abgeltungssteuer fällig.

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#coronavirusdeutschland – Diese Dinge sollte nun jeder zu Hause haben

Im TV zeigt man schon leere Ladenregale und es wird auch aufgefordert vorzusorgen. Jeder muss folgende Frage für sich beantworten: Wie bin ich versorgt, wenn der Strom weg ist oder die Supermärkte vorübergehend nichts mehr anbieten?

Das Coronavirus macht zunehmend Angst. Hamsterkäufe sind eigentlich nicht angebracht. Doch unabhängig vom Virus sollte jeder Haushalt stets auf etwaige Katastrophen vorbereitet. Es könnte ja auch zu einer Panik kommen. Dann ist es wichtig, dass man schon einkaufen war, bevor es die Masse macht.

„Wir raten der Bevölkerung grundsätzlich, dass sie sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten soll. Dazu gehört auch das Anlegen eines Notvorrats an Lebensmitteln“, erklärt Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Als Richtwert gelten 10 Tage. Diese Zeit sollte jeder Haushalt überbrücken können. Ohne Lieferando versteht sich.

Folgende Dinge solle man immer zu Hause haben:

  • 20 Liter Trinkwasser
  • wichtige/benötigte Medikamente
  • Kerzen und Leuchtmittel
  • Ausreichend Batterien
  • Nudeln, Reis und haltbares Trockenbrot
  • Nüsse und getrocknetes Obst
  • Gaskocher und genügend Gas
  • Speiseöl
  • Schokolade
  • Zucker, Honig, haltbare Kekse
  • Trockenfleisch (z.B. „Landjäger“)
  • haltbare Proteinriegel/Müsliriegel
  • Bargeld
  • geladene Powerbank
  • und weiteres…. (schreibt es in die Kommentare)

Das Bundesamtes für Bevölkerungsschutz empfiehlt noch weitere Dinge. Das alles sollte man IMMER zu Hause haben. Es kann nun sein, dass manche nicht ausreichend vorgesorgt haben und dies jetzt nachholen. Daher könnte es bei einer Art „Panik“ zu unschönen Szenen im Einzelhandel kommen. So ein Vorrat kostet ja kein Geld; man reduziert sich auf haltbare Lebensmittel und Dinge, die man ohnehin kaufen würde.